Gestiegene Benzin- und Heizöl-Preise dämpfen Konsumlaune

Blick ein Einkaufszentrum am Berliner Alexanderplatz. Foto: Jens Kalaene/Symbolbild
Blick ein Einkaufszentrum am Berliner Alexanderplatz. Foto: Jens Kalaene/Symbolbild

Der kräftige Preisanstieg vor allem bei Benzin- und Heizöl hat die Verbraucherstimmung in Deutschland im März weiter eingetrübt. Viele Haushalte seien über die Inflationsrate von inzwischen mehr als zwei Prozent im Februar besorgt und befürchteten dadurch eine Schmälerung ihres verfügbaren Einkommens, teilte das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK in seiner Konsumklimastudie mit.

 

mehr lesen

Neues Label für Heizungen - Was Käufer wissen müssen

Wer sein Haus künftig mit Scheitholz heizen möchte, findet auf Geräten im Handel ab April ein Label zur Orientierung. Foto: Hilke Segbers/dpa-tmn
Wer sein Haus künftig mit Scheitholz heizen möchte, findet auf Geräten im Handel ab April ein Label zur Orientierung. Foto: Hilke Segbers/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) – Vom 1. April 2017 an gibt es ein neues Energieeffizienzlabel für Heizungen. Nachdem Öl- und Gasheizungen im Handel schon seit September 2015 gekennzeichnet sein müssen, sind nun viele neue Geräte für Scheitholz, Pellets, Hackschnitzel und andere feste Brennstoffe an der Reihe. «Hintergrund für die spätere Einführung des Energielabels für Festbrennstoffe ist das zeitlich versetzte Gesetzgebungsverfahren der EU», erklärt Jens Dörschel vom Deutschen Pelletinstitut in Berlin. Mit der Energieeffizienz der Gerätetypen habe das nichts zu tun.

mehr lesen

Inflation über zwei Prozent: Höchster Stand seit August 2012

Energie verteuerte sich binnen Jahresfrist deutlich um 7,2 Prozent. Sie hatte die Inflation bereits im Dezember und Januar angeheizt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Energie verteuerte sich binnen Jahresfrist deutlich um 7,2 Prozent. Sie hatte die Inflation bereits im Dezember und Januar angeheizt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Ein kräftiger Sprung der Energiepreise hat die Inflation in Deutschland im Februar angeheizt und auf den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren getrieben. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. «Eine solch hohe Inflationsrate wurde zuletzt im August 2012 gemessen.» Zu dem Anstieg trugen auch Nahrungsmittel bei, die sich um 4,4 Prozent verteuerten. Für Energie mussten Verbraucher 7,2 Prozent mehr zahlen als im Februar 2016.

mehr lesen

Energiewende-Finanzierung in der Kritik

Die Kosten der Energiewende werden laut Verbraucherschützern ungleich verteilt. Vor allem Haushaltskunden ohne Eigentum müssen bisher zahlen. Foto: Jens Kalaene/dpa
Die Kosten der Energiewende werden laut Verbraucherschützern ungleich verteilt. Vor allem Haushaltskunden ohne Eigentum müssen bisher zahlen. Foto: Jens Kalaene/dpa

Strom wird für Deutschlands Haushaltskunden noch teurer. Nach der jüngsten Strompreisanalyse des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) steigt die Stromrechnung für einen Durchschnittshaushalt 2017 um mehr als einen Euro auf gut 85 Euro im Monat. Im Jahr 2000 musste der Haushalt mit 3500 Kilowattstunden Jahreverbrauch nur gut 40 Euro im Monat zahlen. Einen großen Anteil an der Preissteigerung haben nach der BDEW-Mitteilung staatliche Lasten zur Finanzierung der Energiewende und für den allgemeinen Haushalt:

mehr lesen

Schweizer AKW an deutscher Grenze abgeschaltet

Das schweizerische Kernkraftwerk Leibstadt. Foto: Patrick Seeger/Archiv
Das schweizerische Kernkraftwerk Leibstadt. Foto: Patrick Seeger/Archiv

Ein Schweizer Atomkraftwerk an der Grenze zu Baden-Württemberg ist nach einer technischen Fehlfunktion vom Netz genommen worden. Das Problem sei in der Nacht zum Samstag in der Abgasanlage im nicht-nuklearen Bereich aufgetreten, teilte der Betreiber des AKW Leibstadt mit. Das Werk war erst Freitagabend nach einem halbjährigen Stillstand wegen oxidierter Brennstäbe wieder ans Netz gegangen. Bei der Inbetriebnahme wurden Funktionstests unternommen, um den Reaktor wieder hochzufahren, wie es in der Mitteilung hieß.

mehr lesen

Strompreis steigt weiter

2017 zahlen die Bürger mit ihrer Stromrechnung mehr als 35 Milliarden Euro für Steuern, Abgaben und Umlagen. Foto: Arno Burgi
2017 zahlen die Bürger mit ihrer Stromrechnung mehr als 35 Milliarden Euro für Steuern, Abgaben und Umlagen. Foto: Arno Burgi

Strom wird für Deutschlands Haushaltskunden noch teurer. Nach der jüngsten Strompreisanalyse des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) steigt die Stromrechnung für einen Durchschnittshaushalt 2017 um mehr als einen Euro auf gut 85 Euro im Monat. Im Jahr 2000 musste der Haushalt mit 3500 Kilowattstunden Jahreverbrauch nur gut 40 Euro im Monat zahlen.

mehr lesen

30 Cent pro Liter sparen: Preisstelle hilft beim Tanken

Dem Bericht zufolge ist zwischen 18.00 und 20.00 Uhr der Kraftstoff im Schnitt am günstigsten, nachts am teuersten. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Dem Bericht zufolge ist zwischen 18.00 und 20.00 Uhr der Kraftstoff im Schnitt am günstigsten, nachts am teuersten. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Aus den Schlagzeilen ist der Benzinpreis weitgehend verschwunden, aber an den Zapfsäulen gibt es weiter jeden Tag einen heftigen Kampf: Sechs bis sieben Mal täglich setzen die Konzerne und Tankstellenpächter unter dem Druck der Konkurrenz ihre Kraftstoffpreise hoch oder runter. Die Schwankungen innerhalb einer Stadt am selben Tag können 30 Cent pro Liter erreichen. Preisvergleiche und «informierte Tankentscheidungen» lohnen sich also, rät das Bundeskartellamt in seinem Jahresbericht zur Markttransparenzstelle Kraftstoffe.

mehr lesen

Mieterbund: Heizkostenerstattung für viele Haushalte möglich

Viele Haushalte können wegen der niedringen Brennstoffpreise mit einer Rückzahlung der Heizkosten für das Jahr 2016 rechnen. Foto: Sven Hoppe
Viele Haushalte können wegen der niedringen Brennstoffpreise mit einer Rückzahlung der Heizkosten für das Jahr 2016 rechnen. Foto: Sven Hoppe

Berlin (dpa) - Heizen mit Öl war im vergangenen Jahr im Schnitt 14 Prozent günstiger als im Jahr zuvor. Das ergaben Berechnungen des Deutschen Mieterbundes. Grund sind niedrigere Brennstoffpreise. «Fast jeder zweite Haushalt kann mit deutlich niedrigeren Heizkosten und gegebenenfalls Rückzahlungen rechnen», teilte Geschäftsführer Ulrich Ropertz mit. Bei Wohnungen mit Fernwärme falle die Rechnung 6 Prozent geringer aus.

 

mehr lesen

Ölpreis treibt Inflation auf höchsten Stand seit Juli 2013

Vor allem Heizöl und Sprit waren deutlich teurer als im Vorjahr. Foto: Franziska Kraufmann
Vor allem Heizöl und Sprit waren deutlich teurer als im Vorjahr. Foto: Franziska Kraufmann

Anziehende Energiepreise haben die Inflation in Deutschland weiter angeheizt und die Teuerung zu Jahresbeginn 2017 auf den höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren getrieben. Die Verbraucherpreise lagen im Januar um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Dies teilte das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mit. Einen solchen Wert hatten die Wiesbadener Statistiker zuletzt für Juli 2013 errechnet.

 

mehr lesen

Für viele Kaminöfen endet 2017 eine Schonfrist

Der Bezirksschornsteinfeger stuft während der Feuerstättenschau den Emissionsausstoß des Kaminofens mit Hilfe einer Tabelle ein. Dann vergibt er ein Label. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Der Bezirksschornsteinfeger stuft während der Feuerstättenschau den Emissionsausstoß des Kaminofens mit Hilfe einer Tabelle ein. Dann vergibt er ein Label. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Ein knisterndes Feuer im Kaminofen ist gemütlich - ist das Modell aber älter, stößt es verhältnismäßig viel Feinstaub aus. Zum Schutz der Umwelt sieht ein Gesetz vor, dass Kaminöfen, die älter als 30 Jahre sind, mit einem Spezialfilter nachgerüstet oder stillgelegt werden müssen. Alten Öfen droht generationsweise das Aus. Es sei denn, sie halten die aktuellen Grenzwerte für Schadstoffe ein. Ein neuer Stichtag ist der 31. Dezember 2017 - und zwar für Öfen mit Baujahr bis einschließlich 1984. Die wichtigsten Fakten:

mehr lesen

Rückzahlung bei Heizkosten für viele Haushalte möglich

Dank der niedrigeren Brennstoffpreise dürfen die Heizkosten für 2016 niedriger ausfallen. Foto: Patrick Pleul
Dank der niedrigeren Brennstoffpreise dürfen die Heizkosten für 2016 niedriger ausfallen. Foto: Patrick Pleul

Berlin (dpa) - Heizen mit Öl war im vergangenen Jahr im Schnitt 14 Prozent günstiger als im Jahr zuvor. Das ergaben Berechnungen des Deutschen Mieterbundes. Grund sind niedrigere Brennstoffpreise. «Fast jeder zweite Haushalt kann mit deutlich niedrigeren Heizkosten und gegebenenfalls Rückzahlungen rechnen», teilte Geschäftsführer Ulrich Ropertz am Freitag mit. Bei Wohnungen mit Fernwärme falle die Rechnung 6 Prozent geringer aus.

 

mehr lesen

Windkraft-Ausbau zieht an: Ökobranche doch etwas besorgt

Die Sonne geht hinter Windrädern auf. Foto: Patrick Seeger/Archiv
Die Sonne geht hinter Windrädern auf. Foto: Patrick Seeger/Archiv

Baden-Württembergs Windbranche ist zufrieden mit dem aktuellen Ausbautempo, lässt zugleich aber Sorgen über die künftige Entwicklung erkennen. So nannte der Landeschef des Bundesverbands Windenergie, Christian Oberbeck, am Montag in Stuttgart unlängst bekanntgewordene Zahlen «überragend»: Vergangenes Jahr wurden 120 Anlagen in Betrieb genommen mit einer Leistung von 335 Megawatt - verglichen mit 2015 war das mehr als eine Verdopplung (52 Anlagen/144 Megawatt).

mehr lesen

Label für alte Heizkessel ist Pflicht

Bei der Feuerstättenschau erhalten ältere Heizkessel künftig auch ein Energieeffizienzlabel vom bevollmächtigen Bezirksschornsteinfeger. Zusätzliche Kosten entstehen dadurch nicht. Foto: ZVSHK
Bei der Feuerstättenschau erhalten ältere Heizkessel künftig auch ein Energieeffizienzlabel vom bevollmächtigen Bezirksschornsteinfeger. Zusätzliche Kosten entstehen dadurch nicht. Foto: ZVSHK

Seit dem 1. Januar 2016 gibt es das Energieeffizienzlabel für ältere Heizkessel. Zur Ausstellung berechtigt sind Heizungsbauer, Installateure, Energieberater und Schornsteinfeger. Noch sind die direkt an der Außenfront der Heizanlage angebrachten Etiketten allerdings nicht weit verbreitet. Das wird sich ändern. Seit 2017 sind Bezirksschornsteinfeger verpflichtet, das Label im Anschluss an die Feuerstättenschau zu vergeben, sofern es noch nicht vorhanden ist.

mehr lesen

Anzeige: E.ON bietet den effizientesten Stromspeicher auf dem Markt

E.ON setzte erstmalig eine ganze Stadt bei einem Lichtlauf in Szene
E.ON setzte erstmalig eine ganze Stadt bei einem Lichtlauf in Szene

Mit der Energie der Sonne durch die Nacht? Eine Utopie? Wahrlich nicht. Dass das geht, hat jüngst der Energieversorger E.ON. in Paderborn bewiesen, als er die ganze Stadt zum Strahlen gebracht hat. E.ON unterstützt seit Jahren Volksläufe in ganz Deutschland, doch zum ersten Mal setzte der Energieversorger in Paderborn eine ganze Stadt bei einem Lichtlauf in Szene. Anlass war der Martinslauf, bei welchem 850 engagierte Läufer und unzählige Fans am Straßenrand ein einzigartiges Event erlebten.

mehr lesen

Kraft-Wärme-Kopplung verliert an Zuspruch

Wer ein Mini-Blockkraftheizwerke nutzen will, kann Zuschüsse vom Staat beantragen. Foto: Oliver Killig
Wer ein Mini-Blockkraftheizwerke nutzen will, kann Zuschüsse vom Staat beantragen. Foto: Oliver Killig

Strom und Wärme selbst gemacht, dazu klimafreundlich und staatlich bezuschusst. Mini-Kraftwerke für den Keller daheim können für Hausbesitzer und Mietergemeinschaften attraktiv sein. Zuletzt schwächte sich die Nachfrage aber ab. Regeln zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung wurden angepasst. Was ist eigentlich Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), und wie funktioniert sie? Die Energie eines Brennstoffs wie Öl, Gas oder Holzpellets kann man doppelt nutzen - zur Gewinnung von Elektrizität und zum Betrieb der Heizung.

mehr lesen

Preiskluft zwischen Ost und West beim Strom immer tiefer

Eine drei- bis vierköpfige Durchschnittsfamilie bezahlt in den neuen Bundesländern bei einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden 1149 Euro für Strom - in den alten Bundesländern sind es nur 1104 Euro im Jahr. Foto: Ralf Hirschberger
Eine drei- bis vierköpfige Durchschnittsfamilie bezahlt in den neuen Bundesländern bei einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden 1149 Euro für Strom - in den alten Bundesländern sind es nur 1104 Euro im Jahr. Foto: Ralf Hirschberger

Der Unterschied bei den Strompreisen für die Verbraucher in Ost- und Westdeutschland wird größer. Um rund 50 Prozent haben sich im vergangenen Jahr die Preisdifferenzen zwischen den Versorgungsgebieten erhöht, teilte das Internetportal Verivox in Heidelberg mit.

Eine drei- bis vierköpfige Familie bezahlt demnach in den östlichen Bundesländern bei einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden im Schnitt jährlich 1149 Euro für Strom. Im Westen sind es nur 1104 Euro, also 45 Euro weniger.

mehr lesen

Energieeffizienz im Unternehmen beginnt durch Umdenken

Bildquelle: fotolia, Urheber: K.C.
Bildquelle: fotolia, Urheber: K.C.

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen verbrauchen oftmals mehr Energie als nötig und verschenken Ressourcen, die sich im Zuge einer Neuorientierung sparen lassen würden. Viele Unternehmer überlegen, wo sie Energie einsparen und mehr Geld in ihr Kerngeschäft investieren, die Umwelt schonen und unnötigem Energieverbrauch effektiv vorbeugen können. Der Wunsch nach einer Neuorientierung ist ein guter Grund, sich an die unabhängigen Ansprechpartner der Kompetenzstellen Netzwerk Energieeffizienz, kurz KEFF zu wenden und hilfreiche Informationen für mehr Effizienz zu erhalten.

mehr lesen

Gasversorger geben sinkende Preise nicht vollständig weiter

Gasflamme auf einem Gasherd. Die Grünen-Fraktion im Bundestag hatte eine Studie zu sinkenden Gaspreisen in Auftrag gegeben. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Gasflamme auf einem Gasherd. Die Grünen-Fraktion im Bundestag hatte eine Studie zu sinkenden Gaspreisen in Auftrag gegeben. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Verbraucher profitieren einer Studie zufolge nicht in vollem Umfang von sinkenden Einkaufspreisen für Erdgas. Auf den internationalen Märkten seien die Gaspreise 2016 erneut gesunken, aber die Anbieter hätten dies nur teilweise an ihre Kunden weitergeben, heißt es in einer Studie des Energieinformationsdienstes Energycomment, die unter anderem der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch vorlag. Rund jede zweite Wohnung in Deutschland wird mit demnach einer Erdgas-Zentralheizung beheizt.

 

mehr lesen

Kommunen brauchen Jahrzehnte für neues Licht

Eine Frau geht im Licht einer Straßenlaterne spazieren. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Eine Frau geht im Licht einer Straßenlaterne spazieren. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Deutschlands Kommunen benötigen noch Jahrzehnte für die Umrüstung von Straßenlaternen und Ampeln auf energiesparende LED-Beleuchtung.

Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) geht davon aus, dass eine flächendeckende Umrüstung auf LED-Technologie 20 bis 30 Jahre dauern könnte, wie es bei der Organisation in Berlin heißt. Das liegt unter anderem, dass viele Städte erst im vergangenen Jahrzehnt ihre Straßenbeleuchtung auf energiesparende Natriumdampf-Hochdrucklampen umgestellt haben.

mehr lesen

Solarmodul-Klau richtet in Deutschland Millionenschäden an

Ein Schild am Solarpark in Senftenberg (Brandenburg) weist auf den Diebstahlschutz der Solarmodule durch eine künstliche Hightech-DNA hin. Foto: Patrick Pleul
Ein Schild am Solarpark in Senftenberg (Brandenburg) weist auf den Diebstahlschutz der Solarmodule durch eine künstliche Hightech-DNA hin. Foto: Patrick Pleul

Solarmodule und Wechselrichter sind mittlerweile beliebte Beute für Kriminelle. Ermittler aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen klagen über teilweise hohe Schadenssummen. So richteten vermutlich gut organisierte Diebesbanden im äußersten Nordosten Deutschlands 2016 Millionenschäden an. «Von Januar bis November haben wir 33 Fälle mit einem Gesamtschaden von rund 1,3 Millionen Euro registriert», sagte der Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) Mecklenburg-Vorpommern.

mehr lesen

Was sich 2017 für Verbraucher ändert

Die neue 50-Euro-Banknote soll schwerer zu fälschen sein. Foto: Boris Roessler
Die neue 50-Euro-Banknote soll schwerer zu fälschen sein. Foto: Boris Roessler

Für die Bundesbürger ändert sich im neuen Jahr vieles - etwa im Haushalt, beim Bezahlen, im Arbeitsleben und beim Arzt. Manches gibt es so nur 2017. Eine Auswahl.

LEBENSVERSICHERUNGEN: Neukunden klassischer Lebensversicherungen müssen sich vom kommenden Jahr an auf einen weiteren Rückgang der garantierten Verzinsung einstellen. Der sogenannte Garantiezins sinkt zum 1. Januar 2017 für neuabgeschlossene Verträge auf 0,9 Prozent - von aktuell noch 1,25 Prozent.

 

mehr lesen

Anstieg der Ölpreise bedeutet höhere Kosten für Verbraucher

Analysten erwarten, dass die Ölpreise noch weiter steigen werden. Foto: Larry W. Smith
Analysten erwarten, dass die Ölpreise noch weiter steigen werden. Foto: Larry W. Smith

Experten erwarten nach der Einigung der Opec auf eine Förderkürzung einen weiteren Anstieg der Ölpreise. Hinzu kommt, dass auch Länder wie Russland, die dem Ölkartell nicht angehören, bei der Verknappung des Rohstoffs mitziehen wollen. Für Verbraucher wird sich dies in den kommenden Wochen wohl mit einem moderaten Anstieg der Kosten fürs Tanken und Heizen bemerkbar machen. Seit dem Mittwoch reagieren die Ölpreise auf den Opec-Beschluss mit einem Höhenflug, der sich am Donnerstag mit etwas weniger Tempo fortsetzte.

mehr lesen

Inflation verharrt im November bei 0,8 Prozent

Nach wie vor günstige Preise für Benzin und Heizöl dämpfen die Inflation in Deutschland. Foto: Franziska Kraufmann
Nach wie vor günstige Preise für Benzin und Heizöl dämpfen die Inflation in Deutschland. Foto: Franziska Kraufmann

Günstigere Energie hat den Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland im November gebremst. Die Jahresteuerungs-rate lag wie schon im Vormonat bei 0,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf der Grundlage vorläufiger Zahlen mitteilte. Für Haushaltsenergie und Sprit mussten die Verbraucher insgesamt 2,7 Prozent weniger zahlen als im Vorjahresmonat. Im Oktober hatte der Rückgang nur bei 1,4 Prozent gelegen. Teurer wurden unter anderem Mieten (plus 1,4 Prozent) und Nahrungsmittel (plus 1,2 Prozent).

mehr lesen

Schweiz gegen schnelles Atomende

Schweizer Atomkraftwerk. Foto: Alessandro Della Bella/KEYSTONE/Archiv
Schweizer Atomkraftwerk. Foto: Alessandro Della Bella/KEYSTONE/Archiv

Mit unerwartet deutlicher Mehrheit haben sich die Schweizer in einer Volksabstimmung gegen einen schnellen Ausstieg aus der Atomkraft entschieden. Gegen das von den Grünen geforderte Ende der Atomkraft bis 2029 stimmten 54,2 Prozent der Schweizer. Für die Atomausstiegsinitiative votierten am Sonntag 45,8 Prozent der Eidgenossen. Dem Vorstoß waren in Umfragen gute Chancen eingeräumt worden. Damit ist zum wiederholten Mal eine Anti-Atom-Initiative gescheitert. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 45 Prozent.

mehr lesen

Nach Erhöhung des Strompreises den Anbieter wechseln

Wird der Preis erhöht, können Verbraucher dem Stromversorger kündigen. Vor einem Wechsel sollten sie die Angebote jedoch mit mehreren Tarifrechnern prüfen. Foto: Jens Büttner
Wird der Preis erhöht, können Verbraucher dem Stromversorger kündigen. Vor einem Wechsel sollten sie die Angebote jedoch mit mehreren Tarifrechnern prüfen. Foto: Jens Büttner

Erhöhen Stromanbieter den Preis, haben private Stromkunden in der Regel ein Sonderkündigungsrecht. Sie können also ihren Vertrag zum Zeitpunkt der Erhöhung kündigen, erklärt Hartmut Müller von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Wollen Verbraucher zu einem günstigeren Anbieter wechseln, sollten sie am besten direkt nach Erhalt des Schreibens kündigen - idealerweise per Einschreiben mit Rückschein.

mehr lesen

Ist das energieautarke Haus möglich?

Autark leben vom kommerziellen Energiemarkt? Möglich ist das etwa durch die intensive Nutzung von Sonnenenergie, die mit großen Solaranlagen auf dem Dach eingefangen wird. Foto: Sonnenhaus-Institut
Autark leben vom kommerziellen Energiemarkt? Möglich ist das etwa durch die intensive Nutzung von Sonnenenergie, die mit großen Solaranlagen auf dem Dach eingefangen wird. Foto: Sonnenhaus-Institut

Straubing (dpa/tmn) – Ein Haus, das seine Energie selbst erzeugt, ist längst keine Utopie mehr. Erste Versuche, sich unabhängig von Öl, Gas und Strom aus dem Netz zu machen, zeigen Erfolg. Timo Leukefeld vom Sonnenhaus-Institut in Straubing (Bayern) wohnt selbst in einem energieautarken Haus und ist sich sicher: «Der Durchbruch steht unmittelbar bevor». Die Technologien seien so ausgereift, dass fast jeder Bauherr auf fossile Brennstoffe verzichten kann - jedenfalls zu einem beträchtlichen Teil. «Der Schlüssel ist die Sonne», sagt Leukefeld.

mehr lesen

Gaspreise auf tiefstem Stand seit zehn Jahren

Die Gaspreise sind so niedrig wie seit zehn Jahren nicht. Foto: Bernd von Jutrczenka
Die Gaspreise sind so niedrig wie seit zehn Jahren nicht. Foto: Bernd von Jutrczenka

Gute Nachrichten für Verbraucher: Die Gaspreise in Deutschland sind so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr - und sinken weiter. Das hat eine Auswertung des Internet-Portals Verivox ergeben. Danach muss ein Haushalt mit einem Jahres-verbrauch von 20.000 Kilowattstunden gegenwärtig im bundesweiten Durchschnitt 1180 Euro pro Jahr für seine Gasversorgung bezahlen. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt im Dezember 2005 erreicht mit durchschnittlichen jährlichen Kosten von 1156 Euro.

mehr lesen

Strom speichern im Wasser? Forscher versenken Betonkugel

Kann man unter Wasser Strom speichern? Das wollen Forscher des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik am Bodensee testen - mithilfe einer Betonkugel. Ins Wasser gelassen wird das riesige Teil mit drei Metern Durchmesser heute in Konstanz. Mit Hilfe von Luftkissen soll die Kugel anschließend über den See gezogen werden - an eine Stelle vor der Stadt Überlingen, an der sie dann 100 Meter in die Tiefe sinkt. Das Institut aus Kassel will mit dem Projekt Stensea (Stored Energy in the Sea) vier Wochen lang Tests und Messungen an der Betonkugel vornehmen.

mehr lesen

Energiepreise: Gas wird günstiger - Heizöl wird teurer

Gute Nachrichten für Verbraucher: Die Gaspreise werden sinken. Foto: Patrick Pleul
Gute Nachrichten für Verbraucher: Die Gaspreise werden sinken. Foto: Patrick Pleul

Heizen mit Gas wird günstiger: Nach Angaben des Vergleichsportals Check24 haben 123 Gasgrundversorger im Oktober ihre Preise gesenkt oder Senkungen bis spätestens 1. Januar angekündigt. Im Durchschnitt zahlen Verbraucher dadurch 6,8 Prozent weniger. Ein Vergleich lohnt, denn zwischen Grundversorgern und Alternativanbietern gibt es eine große Preisspanne: Für 20 000 Kilowattstunden zahlen Kunden bei Grundversorgern derzeit im günstigsten Fall im Durchschnitt 1224 Euro.

mehr lesen

Tipps zum Heizkosten-Sparen im Check

Mit einfachen Änderungen des Heizverhaltens kann man im Winter viel Geld sparen. Foto: Andrea Warnecke
Mit einfachen Änderungen des Heizverhaltens kann man im Winter viel Geld sparen. Foto: Andrea Warnecke

Machen wir uns nichts vor: Der beste Tipp wird oft nicht angenommen. Das gilt auch für die Ratschläge zum Sparen bei den Heizkosten, die man Jahr für Jahr liest. Man setzt sie einfach doch nicht um. Aber manches bleibt vielleicht hängen, wenn man weiß, wie viele Euro die eine oder andere einfache Veränderung in seinem Verhalten ausmacht. Was bringt das alles denn wirklich?  1. Ein Grad kühler: Bis zu 115 Euro bei einer Gasheizung Der Tipp: Wer die Heizung minimal runterdreht, verliert nicht an Komfort. Er spart aber Geld.

mehr lesen

Gaspreise für Endverbraucher fallen

Gas ist im nächsten Jahr voraussichtlich günstiger. Foto: Malte Christians
Gas ist im nächsten Jahr voraussichtlich günstiger. Foto: Malte Christians

Die Haushalte in Deutschland können sich insgesamt auf eher sinkende Gaspreise einrichten. Die Bewegungen sind bei weitem nicht so ausgeprägt wie beim Heizöl, dessen Preis sich zeitweise halbiert hatte. Doch die Tendenz zeigt auch beim Gas abwärts.

Die Netzentgelte für Gas - ein wichtiger Bestandteil des Endpreises - werden im bundesweiten Durchschnitt im nächsten Jahr um gut ein Prozent zurückgehen. Das haben die Internet-Portale Check24 und Verivox ermittelt. Für eine Familie sind das fünf Euro im Jahr.

mehr lesen

Strom wird teurer - aber nicht überall gleichmäßig

Die Strompreise könnten nach einem leichten Rückgang im Vorjahr wieder ein Rekordniveau erreichen. Foto: Ralf Hirschberger
Die Strompreise könnten nach einem leichten Rückgang im Vorjahr wieder ein Rekordniveau erreichen. Foto: Ralf Hirschberger

Die Stromverbraucher in Deutschland müssen im kommenden Jahr durchweg mit höheren Preisen rechnen. Die Erhöhungen werden jedoch regional sehr unterschiedlich ausfallen. Das ergaben Vergleiche der Internet-Portale Verivox und Check24. Demnach steigen die Netzentgelte zum Beispiel in Frankfurt um deutlich mehr als 20 Prozent, in Braunschweig und Hannover um mehr als 15 Prozent. Auf der anderen Seite gibt es auch Städte und Regionen, in denen die Netzentgelte fallen, zum Beispiel in Köln, Bonn oder Augsburg um bis zu sieben Prozent.

mehr lesen

Ökostrom-Umlage steigt auf Rekordniveau von 6,88 Cent

Experten hatten zuletzt damit gerechnet, dass die Ökostrom-Umlage von derzeit 6,35 Cent auf wohl 6,88 Cent pro Kilowattstunde angehoben wird. Die Umlage zahlen Verbraucher über die Stromrechnung. Foto: Christian Charisius
Experten hatten zuletzt damit gerechnet, dass die Ökostrom-Umlage von derzeit 6,35 Cent auf wohl 6,88 Cent pro Kilowattstunde angehoben wird. Die Umlage zahlen Verbraucher über die Stromrechnung. Foto: Christian Charisius

Verbraucher müssen zur Förderung von Strom aus Windkraft und Sonne wohl auch im nächsten Jahr tiefer in die Tasche greifen. Die sogenannte Ökostrom-Umlage wird von derzeit 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde angehoben. Das teilten die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennez und TransnetBW mit. Die Umlage zahlen Verbraucher über die Stromrechnung. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, nannte den starken Anstieg der Kosten für erneuerbare Energien ein Alarmsignal.

mehr lesen

Kann Deutschland von Indiens Energiebedarf profitieren?

Parabolspiegel stehen in Abu im indischen Rajasthan, auf mehreren Hundert Quadratmetern insgesamt 770 Stück. - Sowohl auf indischer wie auf deutscher Seite gibt es großes Interesse an einer engeren Zusammenarbeit im Energiesektor. Foto: Lea Deuber/Archiv
Parabolspiegel stehen in Abu im indischen Rajasthan, auf mehreren Hundert Quadratmetern insgesamt 770 Stück. - Sowohl auf indischer wie auf deutscher Seite gibt es großes Interesse an einer engeren Zusammenarbeit im Energiesektor. Foto: Lea Deuber/Archiv

Indien hofft auf Investitionen aus Deutschland in die boomende Energiebranche. «Wir wären sehr glücklich, wenn mehr deutsche Unternehmen nach Indien kommen würden, um dort zu produzieren.» Das sagte Anju Bhalla, beigeordnete Sekretärin des indischen Energieministeriums, der Deutschen Presse-Agentur. An diesem Montag beginnt das siebte deutsch-indische Energieforum (igef) in Hamburg und Berlin.

 

mehr lesen

Größter Windpark im Südwesten eingeweiht

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Umweltminister Franz Untersteller (beide Grüne) haben den größten Windpark in Baden-Württemberg eingeweiht. «Diese Anlage steht beispielhaft für das stetige Vorankommen beim Ausbau der Windkraft und der nachhaltigen Energiegewinnung in unserem Land», sagte der Regierungschef am Samstag in Lauterstein (Kreis Göppingen). 16 Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von je gut 2,7 Megawatt versorgen dort nun rund 34 000 Haushalte. Damit können nach den Angaben des Umweltministeriums jährlich 90 000 Tonnen Kohlendioxid gespart werden. Betreiber ist eine Bürgerenergiegenossenschaft, an der sich die Einwohner der umliegenden Gemeinden beteiligen können.

mehr lesen

Energieausweis gibt Mietern meist keine genaue Prognose

Wer die Heizkosten im Blick haben will, kan den Energieausweis zu Rate ziehen - er lässt jedoch nur Schlüsse für das gesamte Haus zu. Foto: Patrick Pleul (Archiv)
Wer die Heizkosten im Blick haben will, kan den Energieausweis zu Rate ziehen - er lässt jedoch nur Schlüsse für das gesamte Haus zu. Foto: Patrick Pleul (Archiv)

Stuttgart (dpa/tmn) - Der Energieausweis soll Klarheit schaffen über die energetische Qualität eines Gebäudes. Auch für Mieter ist das Dokument durchaus interessant, erklärt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Schließlich machen Heizkosten oft einen erheblichen Anteil der Wohnkosten aus. Der Energieausweis enthält auf fünf Seiten neben grundlegenden Angaben zum Gebäude entweder die Kennwerte für Energiebedarf (Bedarfsausweis) oder Energieverbrauch (Verbrauchsausweis).

mehr lesen

Je grüner, desto sparsamer: Was der Energieausweis verrät

Wer eine Immobilie kauft oder mietet, hat ein Anrecht, den Energieausweis des Gebäudes zu sehen. Foto: Franziska Gabbert
Wer eine Immobilie kauft oder mietet, hat ein Anrecht, den Energieausweis des Gebäudes zu sehen. Foto: Franziska Gabbert

Wer eine Immobilie kauft oder eine Wohnung mietet, hat das Recht auf Einsicht in den Energieausweis. Er soll Aufschluss geben über den Energieverbrauch. Seit 2014 werden die Gebäude auch in Effizienzklassen von A+ bis H eingeteilt. «Einen ersten optischen Überblick ermöglicht der Bandtacho, eine Skala von Grün bis Rot», erklärt Christian Osthus vom Immobilienverband Deutschland (IVD). Je grüner und weiter vorn im Alphabet das Haus eingestuft ist, umso geringer ist der Energieverbrauch, so die Idee.

mehr lesen

Diesel, Benzin und Heizöl wieder billiger

Nachdem es in den vier Monaten zuvor Ölpreisanstiege gegeben hatte, wurden Diesel, Benzin und Heizöl im Hochsommer erneut billiger. Foto: Daniel Karmann/Symbolbild
Nachdem es in den vier Monaten zuvor Ölpreisanstiege gegeben hatte, wurden Diesel, Benzin und Heizöl im Hochsommer erneut billiger. Foto: Daniel Karmann/Symbolbild

Autofahrer und Heizölkunden in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern haben im Juli wieder stärker von den geringen Ölpreisen profitiert. Nachdem es in den vier Monaten zuvor Anstiege gegeben hatte, wurden Benzin, Diesel und Heizöl im Hochsommer erneut billiger. Dies geht aus Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris hervor. Auch die Experten des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) meldeten einen solchen Trend.

 

mehr lesen

Umfrage: Verbraucher halten sich bei Ökostrom zurück

Der Ökostromabsatz in Deutschland sank im letzten Jahr nach Angaben der an der Umfrage beteiligten Unternehmen von 29,6 Milliarden Kilowattstunden 2013 auf 21,2 Milliarden Kilowattstunden. Foto: Julian Stratenschulte
Der Ökostromabsatz in Deutschland sank im letzten Jahr nach Angaben der an der Umfrage beteiligten Unternehmen von 29,6 Milliarden Kilowattstunden 2013 auf 21,2 Milliarden Kilowattstunden. Foto: Julian Stratenschulte

Fünf Jahre nach der Atom-Katastrophe von Fukushima ist die Bereitschaft der Bundesbürger, für umweltfreundlichen Strom etwas mehr Geld zu bezahlen, offensichtlich abgeflaut. Nach einer Umfrage der Fachzeitschrift «Energie & Management» geht die Nachfrage nach Ökostromtarifen zurück. Der Ökostromabsatz sank nach Angaben der an der Umfrage beteiligten Unternehmen von 29,6 Milliarden Kilowattstunden 2013 auf 21,2 Milliarden Kilowattstunden 2015, wie die Zeitschrift berichtet.

mehr lesen

Spritpreise in Europa: Lohnt sich Tanken vor der Grenze?

In manchen Nachbarländern sind die Spritpreise günstiger. Foto: Hendrik Schmidt
In manchen Nachbarländern sind die Spritpreise günstiger. Foto: Hendrik Schmidt

Wo sollten Urlauber den Tankrüssel erst im Nachbarland zur Hand nehmen? Das klären die vom ADAC ermittelten Sprit-Durchschnittspreise pro Liter. Auf der Fahrt nach Österreich tanken Deutsche nach der Grenze günstiger. Denn Benzin und Diesel sind im Nachbarland billiger. Wer weiter über Slowenien nach Kroatien will, sollte auch noch mal in der Alpenrepublik volltanken, um ein wenig zu sparen. Dänemark-Urlauber indes füllen idealer-weise den Tank in Deutschland voll.

mehr lesen

Stromversorger liefert nicht mehr: Neuen Anbieter suchen

Kann ein Stromunternehmen keinen Strom mehr liefern, sollten Kunden sofort den Vertrag kündigen. Durch einen Anbieterwechsel können sonst doppelte Kosten entstehen. Foto: Jens Kalaene
Kann ein Stromunternehmen keinen Strom mehr liefern, sollten Kunden sofort den Vertrag kündigen. Durch einen Anbieterwechsel können sonst doppelte Kosten entstehen. Foto: Jens Kalaene

Wer statt von seinem Stromunternehmen plötzlich wieder von der Grundversorgung beliefert wird, sollte direkt den noch bestehenden Vertrag kündigen. Sonst muss man unter Umständen gleichzeitig mehrere Stromverträge bezahlen. Die Grund-versorgung oder das Unternehmen selbst informieren über so einen Wechsel. Darauf weist die Verbraucherzentrale Brandenburg hin. Kann der übliche Stromversorger dem geschlossenen Vertrag zumindest vorüber-gehend nicht nachkommen, steht nach Ansicht der Verbraucherschützer den Stromkunden ein Sonderkündigungsrecht zu.

mehr lesen

Gas wird günstiger

Seit der Liberalisierung des Gasmarkts vor zehn Jahren hat fast ein Drittel der Haushalte den Versorger gewechselt. Foto: Norbert Försterling
Seit der Liberalisierung des Gasmarkts vor zehn Jahren hat fast ein Drittel der Haushalte den Versorger gewechselt. Foto: Norbert Försterling

Deutschlands rund 20 Millionen private Gaskunden können sich freuen: Der Brennstoff für die Thermen in den Haushalten wird voraussichtlich auch in der zweiten Jahreshälfte günstiger. Längerfristig könnten die Kosten aber wieder steigen, sagen Experten. Das Vergleichsportal Check24 hat für die ersten sechs Monate einen Rückgang um 3,7 Prozent ermittelt. Der Trend werde jedoch nicht mehr sehr lange anhalten: «Wir sind auf einem historisch niedrigen Niveau, kurzfristig geht es noch runter, dann aber auch wieder rauf.»

mehr lesen

Strom bleibt teuer - Fachleute raten zum Wechsel

Kunden, die niemals Tarif oder Anbieter gewechselt haben, zahlen deutlich mehr. Foto: Arno Burgi
Kunden, die niemals Tarif oder Anbieter gewechselt haben, zahlen deutlich mehr. Foto: Arno Burgi

Die Einkaufspreise für Strom an der Börse sind seit Jahren im Tiefflug, beim Endverbraucher kommt davon aber kaum etwas an. Viele Privatkunden müssen weiter annähernd 30 Cent pro Kilowattstunde oder knapp 100 Euro im Monat für den Strom einer vierköpfigen Familie zahlen. Das sind nach Dänemark die zweithöchsten Strompreise Europas. Im ersten Halbjahr ist der Preis der Grundversorger im Bundes-schnitt nach Angaben der Vergleichsportale Verivox und Check24 sogar um fast ein Prozent gestiegen, statt zu sinken.

mehr lesen

Heizkosten sinken weiter - Öl deutlich billiger als Gas

Auch die abgelaufene Heizperiode brachte eine Entlastung für Mieter und Hausbesitzer - vor allem, wenn sie mit Öl heizen. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Auch die abgelaufene Heizperiode brachte eine Entlastung für Mieter und Hausbesitzer - vor allem, wenn sie mit Öl heizen. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Mildes Wetter und fallende Preise für Öl und Gas entlasten die Verbraucher in Deutschland bei den Heizkosten. In der abgelaufenen Heizperiode von Anfang Oktober 2015 bis Ende Mai 2016 mussten die Haushalte nahezu gleich viel Heizenergie einsetzen wie 2014/15. Das ergab eine Analyse des Internet-Portals Verivox. War der Oktober noch deutlich kälter als ein Jahr zuvor, so fielen die übrigen Winter- und Frühjahrsmonate eher wärmer aus.

 

mehr lesen

Solaranlagen nachrüsten: Wann sich Batteriespeicher lohnen

Um den Strom nutzen zu können, setzt die Industrie auf Energiespeicher. Für ältere Anlagen lohnt sich dieser aber nicht. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Um den Strom nutzen zu können, setzt die Industrie auf Energiespeicher. Für ältere Anlagen lohnt sich dieser aber nicht. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Berlin (dpa) - Die Sonne scheint tagsüber - also dann, wenn viele Menschen nicht zu Hause sind. Dann können sie den von der heimischen Solaranlage produzierten Strom gar nicht verbrauchen. Die Industrie setzt daher immer mehr auf Batteriespeicher, die Energie einlagern, so dass sie auch nachts oder bei Bewölkung zur Verfügung steht. Bei neuen Anlagen sind die Speicher oft dabei, ältere Anlagen lassen sich nachrüsten. Ob sich das aber für den Besitzer lohnt, hängt vor allem vom Jahr der Installation der Photovoltaikanlage ab:

mehr lesen

Benzin und Diesel so günstig wie vor acht Jahren

Kurz vor Ferienbeginn sind Benzin und Diesel so günstig wie zuletzt vor acht Jahren. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Kurz vor Ferienbeginn sind Benzin und Diesel so günstig wie zuletzt vor acht Jahren. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Bei der Fahrt zur Tankstelle können viele Deutsche in diesem Sommer die Urlaubskasse schonen. Kurz vor Ferienbeginn in den ersten Bundesländern sind Benzin und Diesel so günstig wie zuletzt vor acht Jahren. Das aktuelle Preisniveau von 1,31 Euro für einen Liter Superbenzin E10 und 1,10 Euro für Diesel entspricht ungefähr dem Stand im Sommer 2008, wie aus einer Übersicht des Mineralöl-wirtschaftsverbandes (MWV) in Berlin hervorgeht.

 

mehr lesen

Energiespeicher als Zukunftsthema der Solarbranche

Eine Solaranlage ist auf dem Dach eines Hauses in Oberbayern. Foto: Andreas Gebert
Eine Solaranlage ist auf dem Dach eines Hauses in Oberbayern. Foto: Andreas Gebert

Selbst erzeugter Solarstrom ist für die Verbraucher oft nur noch etwa halb so teuer wie der Strom aus dem Netz - deshalb könnte die Nachfrage nach Batterie-speichern künftig kräftig anziehen. Erwartet werde eine dynamische Marktentwicklung, sagte Marco Sauer, Energieexperte vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), der Deutschen Presse-Agentur vor der Solarmesse Intersolar (22. bis 24. Juni) in München.

 

mehr lesen

Niedrige Energiepreise halten deutsche Inflation nahe Null

Auch im Mai waren Heizöl und Sprit deutlich günstiger als vor Jahresfrist. Foto: Oliver Berg
Auch im Mai waren Heizöl und Sprit deutlich günstiger als vor Jahresfrist. Foto: Oliver Berg

Die Inflation in Deutschland bleibt wegen günstiger Energiepreise im Keller. Im Mai 2016 lagen die Verbraucherpreise gerade einmal um 0,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das Statistische Bundesamt bestätigte eine erste Schätzung von Ende Mai. Im April waren die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr sogar um 0,1 Prozent gesunken - erstmals seit Januar 2015. Auch im Mai waren Heizöl und Sprit deutlich günstiger als vor Jahresfrist, das dämpfte den Preisauftrieb insgesamt.

mehr lesen

Kabinett beschließt Reform von Ökostrom-Förderung

Sonnenkollektoren an einem Wohnaus: Mit der Reform EEG-Gesetzes soll von 2017 an die Förderung von Ökostrom umgestellt werden. Foto: Daniel Bockwoldt
Sonnenkollektoren an einem Wohnaus: Mit der Reform EEG-Gesetzes soll von 2017 an die Förderung von Ökostrom umgestellt werden. Foto: Daniel Bockwoldt

Nach monatelangem Streit hat die Bundesregierung die künftigen Vorgaben für Ökostrom-Subventionen auf den Weg gebracht. Mit der heute vom Kabinett beschlossenen Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) soll von 2017 an die Förderung von Ökostrom umgestellt werden. Es wird zudem eine jährliche Höchstmenge für Windenergie an Land und auf See sowie für Strom aus Solaranlagen und Biomasse festgelegt. 

mehr lesen

Wirtschaft sieht Verzögerung bei Stromautobahnen mit Sorge

Der Bau großer Leitungen, die Windstrom aus Norddeutschland in den Süden transportieren sollen, wird mehrere Jahre länger dauern als geplant. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Der Bau großer Leitungen, die Windstrom aus Norddeutschland in den Süden transportieren sollen, wird mehrere Jahre länger dauern als geplant. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Die deutsche Wirtschaft betrachtet die Verzögerungen bei den wichtigen Strom-Autobahnen von Nord nach Süd und absehbare Kostensteigerungen bei der Energiewende mit Sorge. Der schleppende Netzausbau sei ein «echtes Problem». Das sagte Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Martin Wansleben, der «Passauer Neuen Presse» mit Blick auf die 2022 geplante Abschaltung der letzten Atomkraftwerke.

 

mehr lesen

Gemütliche Wärme fürs Zuhause: Kamin-Einbau im Sommer planen

Der Schornstein für einen nachträglich eingebauten Kamin kann entweder im Haus verlaufen oder er wird wie hier an der Außenwand entlang geführt. Dafür müssen Handwerker die Wand durchbrechen. Foto: Florian Schuh
Der Schornstein für einen nachträglich eingebauten Kamin kann entweder im Haus verlaufen oder er wird wie hier an der Außenwand entlang geführt. Dafür müssen Handwerker die Wand durchbrechen. Foto: Florian Schuh

An Sommertagen ist es kaum vorstellbar, doch in wenigen Monaten ist es wieder soweit: Draußen pfeift der Wind, Regen klatscht an die Scheiben. Drinnen aber ist es gemütlich und im Kamin lodert ein Feuer. Für viele ist der Kamin ein Inbegriff für Behaglichkeit.

 

Welche Öfen kann ich wählen?

Der klassische offene Kamin ist selten geworden. Er ist zu ineffizient und darf nur gelegentlich genutzt werden, nämlich zweimal pro Woche.

mehr lesen

ADAC: Spritpreise in Deutschland ziehen spürbar an

Grund für die Preissteigerungen an den Zapfsäulen sind die wieder leicht gestiegenen Rohölpreise. Foto: Arno Burgi/Symbol
Grund für die Preissteigerungen an den Zapfsäulen sind die wieder leicht gestiegenen Rohölpreise. Foto: Arno Burgi/Symbol

Deutschlands Autofahrer müssen fürs Tanken wieder spürbar mehr zahlen als noch vor einigen Monaten. Nach Berechnungen des ADAC kostete ein Liter Super E10 im Mai im Monatsdurchschnitt 1,304 Euro und damit 3,6 Cent mehr als im April. Dies teilte der Automobilclub in München mit. Noch deutlicher zog der Dieselpreis an, nämlich um 4,9 Cent auf 1,086 Euro. Verglichen mit dem Februar, als die Spritpreise den tiefsten Stand seit mehreren Jahren erreichten, seien sie sogar um gut zehn Cent geklettert.

mehr lesen

Beliebter Tausch: Heizkessel-Wechsel fördern lassen

Heizkessel sollten zu gegebener Zeit ausgetauscht werden - Immobilienbesitzer können sich über eine Förderung freuen. Foto: Arno Burgi
Heizkessel sollten zu gegebener Zeit ausgetauscht werden - Immobilienbesitzer können sich über eine Förderung freuen. Foto: Arno Burgi

Unter den finanziell geförderten Modernisierungsmaßnahmen in Immobilien ist der Heizkesseltausch am beliebtesten. Das hat eine Analyse der Deutschen Energie-Agentur (dena) ergeben, die sich die am häufigsten von der staatlichen KfW geförderten Einzelmaßnahmen 2015 angeschaut hat. Auf dem zweiten Platz landete der Einbau moderner Wärmeschutz-verglasung - also neuer Fenster. Die Wärmedämmung des Daches folgte auf Platz drei vor der Dämmung der Fassade.

mehr lesen

Heizölpreis steigt erstmals seit Dezember über 50 Euro

Die Heizölpreise ziehen wieder an. Foto: Patrick Pleul
Die Heizölpreise ziehen wieder an. Foto: Patrick Pleul

Der plötzliche Anstieg der Ölpreise hat auch Heizöl in Deutschland verteuert. Erstmals seit mehr als fünf Monaten stieg am Dienstag der Preis für 100 Liter Heizöl über die Marke von 50 Euro (bei Abnahme von 3000 Litern, inklusive Mehrwertsteuer). Das geht aus den Preisangaben von Heizöl-Seiten im Internet hervor. Die Ölpreise waren bereits am Montag stark angezogen, nachdem die Investmentbank Goldman Sachs eine Studie veröffentlicht hatte, die ein Ende des Überangebots am Ölmarkt vorhersagte.

mehr lesen

Mieter mit Ölheizung können auf Rückzahlung hoffen

Gut jeder vierte Haushalt in Deutschland heizt mit Öl; es ist so günstig ist wie seit zehn Jahren nicht. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Gut jeder vierte Haushalt in Deutschland heizt mit Öl; es ist so günstig ist wie seit zehn Jahren nicht. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Berlin (dpa) - Der niedrige Ölpreis drückt die Betriebskosten für Millionen Mieter und Eigentümer. Wer mit Öl heizt, musste nach Einschätzung des Deutschen Mieterbunds im vergangenen Jahr 15 bis 20 Prozent weniger für Heizung und Warmwasser ausgeben. Mieter können bei der Nebenkostenabrechnung mit einer Rückzahlung rechnen. Bei Fernwärme blieben die Ausgaben stabil, bei Gas fiel die Rechnung drei bis fünf Prozent höher aus, weil die Preise anders als beim Öl nur leicht sanken, während der Verbrauch stieg.

 

mehr lesen

Energie und Rohstoffe werden wieder teurer

Ölfässer werden vor der Neubefüllunfg gestapelt. Energie und Rohstoffe haben sich im April zum dritten Mal in Folge auf breiter Basis verteuert. Foto: Kay Nietfeld/Symbolbild
Ölfässer werden vor der Neubefüllunfg gestapelt. Energie und Rohstoffe haben sich im April zum dritten Mal in Folge auf breiter Basis verteuert. Foto: Kay Nietfeld/Symbolbild

Der Verbraucher merkt es an der Tankstelle und beim Heizölkauf: Er muss wieder tiefer in die Tasche greifen. Der Preis für 100 Liter Heizöl bei Abnahme von insgesamt 3000 Litern (inklusive Mehrwertsteuer) kratzt an der Marke von 50 Euro, wo er zuletzt im Dezember notierte. Ein Liter Diesel kostete nach einer Analyse des Portals «Clever Tanken» im April im Durchschnitt 1,02 Euro je Liter und hat damit die Preiszone unterhalb von einem Euro verlassen. Und für Benzin mussten die Autofahrer in Deutschland 1,25 Euro je Liter bezahlen, fünf Cent mehr als im Monat zuvor.

mehr lesen

Billiges Benzin und gute Konjunktur: Deutsche tanken mehr

Eine Aral-Tankstelle. Foto: Ina Fassbender/Illustration
Eine Aral-Tankstelle. Foto: Ina Fassbender/Illustration

Der Preisverfall an den Tankstellen und die gute Konjunktur haben 2015 die Nachfrage nach Kraftstoffen in Deutschland kräftig angekurbelt. Entgegen dem langfristigen Abwärtstrend stieg der Gesamtabsatz von Benzin und Diesel um 2,1 Prozent auf insgesamt 35,6 Millionen Tonnen, wie Aral-Chef Patrick Wendeler am Dienstagabend in Düsseldorf berichtete. Vor allem das Geschäft mit Dieselkraftstoff lief gut.

mehr lesen

Fragen und Antworten zum Atom-Deal

Hocherfreut: Die drei Kommissions-Vorsitzenden Ole von Beust, Matthias Platzeck und Jürgen Trittin (v.l.) sehen ihren Vorschlag als fairen Kompromiss. Foto: Bernd von Jutrczenka
Hocherfreut: Die drei Kommissions-Vorsitzenden Ole von Beust, Matthias Platzeck und Jürgen Trittin (v.l.) sehen ihren Vorschlag als fairen Kompromiss. Foto: Bernd von Jutrczenka

Bis in die Nacht wurde gepokert, und erst am Mittwochmittag konnte die Atomkommission das gemeinsame Ergebnis verkünden: Die Atomkonzerne sollen gut 23 Milliarden Euro an einen öffentlich-rechtlichen Fonds zahlen. Der letzte große Streitpunkt war damit ausgeräumt. Jetzt sind Konzerne und Politik am Zug. Worum ging es der Regierungskommission?

mehr lesen

Ministerium verbietet Wiederanfahren von Atomkraftwerk

Das Kernkraftwerk Philippsburg hinter einem EnBW Logo. Foto: Uli Deck dpa/Archiv
Das Kernkraftwerk Philippsburg hinter einem EnBW Logo. Foto: Uli Deck dpa/Archiv

Der Energiekonzern EnBW darf sein Atomkraftwerk Philippsburg II (KKP 2) wegen der vorgetäuschten Sicherheitsprüfungen vorerst nicht wieder anfahren. Das Umweltministerium erließ am Mittwoch wie angekündigt eine entsprechende Anordnung. Der Atommeiler ist derzeit wegen einer planmäßigen Revision nicht am Netz. Man halte auch nach der fristgerecht eingegangenen Stellungnahme von EnBW daran fest, dass die Anlage nicht ohne Weiteres wieder in den regulären Betrieb gehen könne, teilte das Ministerium mit.

mehr lesen

Tumult bei RWE-Hauptversammlung: «Eure Zeit ist abgelaufen»

RWE will die Dividende streichen. Vor allem die kommunalen Aktionäre des Unternehmens, die die Dividendeneinnahmen für ihre städtischen Haushalte längst eingeplant haben, sind darüber sauer. Foto: Rolf Vennenbernd/Symbolbild
RWE will die Dividende streichen. Vor allem die kommunalen Aktionäre des Unternehmens, die die Dividendeneinnahmen für ihre städtischen Haushalte längst eingeplant haben, sind darüber sauer. Foto: Rolf Vennenbernd/Symbolbild

Umweltschützer haben am Mittwoch die Hauptversammlung des Energiekonzerns RWE gestört. Bei der Rede von Vorstandschef Peter Terium stürmten mehrere Demonstranten auf die Bühne der Essener Grugahalle. «Eure Zeit ist abgelaufen», skandierten sie. Ein Demonstrant klammerte sich an ein Geländer vor der Bühne. Er wurde von der Polizei abgeführt. Es dauerte mehrere Minuten, bis die Sicherheitskräfte die Lage im Griff hatten. Einige Demonstranten wurden zu Boden gerissen und weggetragen.

mehr lesen

Atommeiler-Kontrollen: EnBW muss sich bis Montag erklären

Die Luftaufnahme zeigt das Kernkraftwerk Philippsburg. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv
Die Luftaufnahme zeigt das Kernkraftwerk Philippsburg. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv

Kraftwerksbetreiber EnBW muss bis kommenden Montag einen schriftlichen Bericht zum Fall der vorgetäuschten Sicherheitskontrollen im Atomkraftwerk Philippsburg 2 vorlegen. Dies erklärte ein Sprecher von Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) am Donnerstag in Stuttgart. Erst dann dürfe der geplante Erlass rausgeschickt werden, mit dem der Betrieb des Kraftwerks bis auf Weiteres untersagt wird. «Wir glauben nicht, dass die Ereignisse bis dahin aufgeklärt sind.»

mehr lesen

Union tritt bei Ökostrom-Ausbau auf die Bremse

Nach Darstellung von Unions-Fraktionschef Kauder schreitet der Ausbau von Windenergie an Land in «einem Tempo voran, das weder mit dem Korridor noch mit dem Netzzausbautempo in Einklang steht.» Foto: Patrick Pleul/Illustration
Nach Darstellung von Unions-Fraktionschef Kauder schreitet der Ausbau von Windenergie an Land in «einem Tempo voran, das weder mit dem Korridor noch mit dem Netzzausbautempo in Einklang steht.» Foto: Patrick Pleul/Illustration

Die schwarz-rote Koalition steuert auf einen Konflikt bei der Reform der Ökostrom-Förderung und dem weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien zu. Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) pocht auf Korrekturen und eine Begrenzung vor allem der Windenergie, um «starke Kostensteigerungen» zu verhindern. In einem Brief an SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann schlägt Kauder vor, den Referentenentwurf von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) noch vor der Kabinettsbefassung zu überarbeiten.

mehr lesen

Umweltminister wollen Diesel teurer machen

Der Abgasskandal bei VW hat große Kreise gezogen. Nun beschäftigt er die Umweltminister. Foto: Patrick Pleul
Der Abgasskandal bei VW hat große Kreise gezogen. Nun beschäftigt er die Umweltminister. Foto: Patrick Pleul

Als eine Folge der Abgas-Affäre bei VW wollen die Umweltminister mehrerer Bundesländer Diesel-Fahren verteuern. Steuervorteile des Diesel-Kraftstoffes gegenüber dem Benzin sollen schrittweise abgebaut werden. Das fordern die Ressortchefs aus Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hamburg, Hessen und Niedersachsen in einem gemeinsamen Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

mehr lesen

BGH: Versorger müssen Gas im Kundeninteresse günstig einkaufen

Preiserhöhungen bei Strom und Gas beschäftigen den Bundesgerichtshof. Foto: Jan Woitas/Archiv
Preiserhöhungen bei Strom und Gas beschäftigen den Bundesgerichtshof. Foto: Jan Woitas/Archiv

Die Energieversorger sind nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) verpflichtet, im Interesse ihrer Tarifkunden ihr Gas möglichst billig einzukaufen. Wenn es geht, müssen sie die günstigste Beschaffungs-alternative wählen, wie aus der Entscheidung hervorgeht. Insbesondere dürfen die Versorger keine Preis-steigerungen auf ihre Kunden abwälzen, die sie ohne diese Möglichkeit aus wirtschaftlichen Erwägungen vermieden hätten.

mehr lesen

EnBW-Klage wegen Atomausstieg zurückgewiesen

Hinter einem EnBW-Logo ist das Kernkraftwerk Philippsburg zu sehen. Foto: Uli Deck/Archiv
Hinter einem EnBW-Logo ist das Kernkraftwerk Philippsburg zu sehen. Foto: Uli Deck/Archiv

Der Energieversorger EnBW hat nach einem Urteil des Landgerichts Bonn keinen Anspruch auf Schadenersatz wegen der erzwungenen Stilllegung von zwei Atomkraftwerken nach der Reaktor-katastrophe von Fukushima. Das entschied die erste Zivilkammer des Gerichts in Bonn. Der Versorger habe darauf verzichtet, gegen die damalige Anordnung zur Abschaltung gerichtlich vorzugehen, um den Schaden abzuwenden, begründete die Zivilkammer ihren Urteilspruch.

mehr lesen

«Deepwater Horizon»-Katastrophe: Einigung mit BP gebilligt

Brennende Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. Foto: US Coast Guard/Archiv
Brennende Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. Foto: US Coast Guard/Archiv

Houston (dpa) - Ein US-Richter hat endgültig eine Einigung mit dem britischen Energiekonzern BP über die Zahlung von rund 20,8 Milliarden Dollar in Folge der Explosion der Ölplattform «Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko gebilligt. Der Deal über 18,5 Mrd Euro war bereits im Oktober abgeschlossen worden. Richter Carl Barbier veröffentlichte die Einigung am Montag (Ortszeit) in New Orleans (Bundesstaat Louisiana). US-Justizministerin Loretta Lynch sprach in einer Mitteilung von der «größten Strafe aller Zeiten wegen Umweltvergehen.»

mehr lesen

Inflation im März leicht gestiegen

Tanken und Heizen waren in Deutschland wegen niedriger Energiepreise zuletzt deutlich billiger als Anfang des letzten Jahres. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Symbolbild
Tanken und Heizen waren in Deutschland wegen niedriger Energiepreise zuletzt deutlich billiger als Anfang des letzten Jahres. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Symbolbild

Teurere Nahrungsmittel und höhere Kosten für Pauschalreisen haben die Inflation im Ostermonat März leicht angetrieben. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag nach vorläufigen Zahlen mitteilte. Nach wie vor gebremst wird der Preisauftrieb vom Ölpreisverfall. Energie wurde gegenüber dem Vorjahr 8,9 Prozent billiger. Im Februar hatte der Ölpreisverfall die Inflation in Deutschland sogar wieder auf Null gedrückt.

mehr lesen

Kritik an versteckten Preiserhöhungen bei Strom und Gas

Der Aufwand, um den Strom- oder Gasanbieter zu wechseln, ist klein. Foto: Jens Kalaene/Archiv
Der Aufwand, um den Strom- oder Gasanbieter zu wechseln, ist klein. Foto: Jens Kalaene/Archiv

Preiserhöhungen bei Strom und Gas werden nach Erkenntnis der Verbraucherzentralen oft verschleiert. Die Methoden seien «an der Grenze zum unlauteren Wettbewerb», sagte der Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW, Udo Sieverding, der Deutschen Presse-Agentur. Strom- und Gaskunden, die bei einer Preiserhöhung stets ein Sonderkündigungsrecht haben, sollten so von einem Wechsel zu einem günstigeren Lieferanten abgehalten werden. 

mehr lesen

Heizen mit Öl um 40 Prozent günstiger als mit Gas

Auffüllung des Öltanks eines Privathauses. Wer mit Öl heizt, zahlt derzeit erheblich weniger als Besitzer von Gasheizungen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Auffüllung des Öltanks eines Privathauses. Wer mit Öl heizt, zahlt derzeit erheblich weniger als Besitzer von Gasheizungen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Nach dem kräftigen Preisrutsch für Heizöl können die Mieter und Eigentümer mit Ölheizung sehr viel günstiger heizen als die Haushalte mit Gasversorgung. In der zu Ende gehenden Heizperiode verringerten sich die Heizkosten mit Öl um 29 Prozent, mit Gasheizung jedoch nur um 3 Prozent. Ein durchschnittliches Einfamilien-haus verursachte demnach von Oktober bis März Heizkosten von 679 Euro, ermittelte das Verbraucherportal Verivox. Wer mit Gas heizte, musste dagegen im Durchschnitt 949 Euro bezahlen.

mehr lesen

Energieversorger EnBW kehrt in die Gewinnzone zurück

EnBW steckt mitten in einem grundlegenden Umbau. Foto: Uwe Anspach
EnBW steckt mitten in einem grundlegenden Umbau. Foto: Uwe Anspach

Der Energieversorger EnBW ist im vergangenen Jahr mit dem Umbau des Konzerns vorangekommen und in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die Jahres-zahlen 2015 werden heute in Stuttgart vorgestellt. Nach dem dritten Quartal 2015 lag der Konzernüberschuss bei 710,8 Millionen Euro, im gesamten Jahr 2014 hatte es noch einen Verlust von 450,7 Millionen Euro gegeben. 

mehr lesen

Check-up für Solaranlagen im Frühjahr

Eis und Schnee können der Solaranlage im Winter zugesetzt haben. Die Schäden wirken sich auf den Ertrag im Frühjahr aus. Foto: Andrea Warnecke
Eis und Schnee können der Solaranlage im Winter zugesetzt haben. Die Schäden wirken sich auf den Ertrag im Frühjahr aus. Foto: Andrea Warnecke

Wer seine Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen auf dem Dach regelmäßig überprüfen lässt, kann unter Umständen finanziell davon profitieren. Laub sowie Schäden durch Eis oder Schnee schränken die Leistung der Anlagen erheblich ein. Den Check-up können Besitzer im ersten Schritt selbst machen. Der einfachste Weg ist, den Wert der Stromproduktion mit dem des Vorjahres zu vergleichen, erklärt der Bundesverband Solarwirtschaft in Berlin. Liegt dieser deutlich darunter, stimmt etwas mit der Anlage nicht. Ein weiterer Weg sind Fotografien der Module oder Kollektoren mit einer Digitalkamera vom Boden aus.

mehr lesen

Verbraucherschützer: Stromabrechnung oft unübersichtlich

Wer seinen Stromverbrauch genau kennt, kann Geld sparen. Eine regelmäßige Kontrolle des Zählerstandes lohnt sich. Foto: Kai Remmers
Wer seinen Stromverbrauch genau kennt, kann Geld sparen. Eine regelmäßige Kontrolle des Zählerstandes lohnt sich. Foto: Kai Remmers

Aus Stromabrechnungen lassen sich Angaben zum Beispiel zu Verbrauch und Preis nicht immer einfach herauslesen. Viele Verbraucher haben damit Probleme, hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Verbraucher-zentrale Rheinland-Pfalz ergeben. Demnach konnte rund ein Drittel der Befragten den Preis pro Kilowattstunde schwer oder gar nicht in der Abrechnung finden. Etwa 16 Prozent hatten Probleme, die Entwicklung ihres Stromverbrauchs zu erkennen. Und auch Angaben zu den Kündigungsfristen konnte knapp die Hälfte nicht oder nur schwer aus der Abrechnung herauslesen.

mehr lesen

Studie: Kein Infraschall-Problem durch Windräder

Der von Windkrafträdern erzeugte Infraschall soll ungefährlich sein. Foto: Patrick Pleul
Der von Windkrafträdern erzeugte Infraschall soll ungefährlich sein. Foto: Patrick Pleul

Tieffrequente Geräusche und Infraschall von Windrädern beeinträchtigen nach einer Studie nicht zusätzlich die Umwelt. Wie das Umweltministerium am Freitag mitteilte, kommt die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz in einer Untersuchung zu diesem Ergebnis. Infraschall entstehe durch viele natürliche und technische Quellen. Der Ausbau der Windkraft habe darauf «keinen relevanten Einfluss». Schall unterhalb des Hörbereichs wird Infraschall genannt.

mehr lesen

Verbraucherschützer: Fernwärme-Preise brauchen Kontrolle

Jeder siebte Haushalt in Deutschland heizt mit Fernwärme. Foto: Peter Endig
Jeder siebte Haushalt in Deutschland heizt mit Fernwärme. Foto: Peter Endig

Viele der rund 5,5 Millionen Fernwärme-Kunden in Deutschland zahlen aus Sicht von Verbraucherschützern zu viel. Wie die Preise zustanden kommen, sei nur schwer nachzuvollziehen und ein Anbieterwechsel oft nicht möglich. Das kritisieren der Bundesverband der Verbraucherzentralen, der Deutsche Mieterbund und der Bundesverband Neue Energiewirtschaft am Mittwoch in Berlin. «Es ist einer der letzten unregulierten Monopolmärkte», sagte Verbraucherzentralen-Chef Klaus Müller und forderte Reformen ähnlich wie bei Strom und Gas.

mehr lesen

Vom billigen Kerosin kommt nur wenig bei den Passagieren an

Kerosin kostete laut Airlineverband IATA Anfang Februar 2016 rund 40 Prozent weniger als vor einem Jahr. Aber die Flugpreise sind kaum gesunken. Foto: Andreas Gebert
Kerosin kostete laut Airlineverband IATA Anfang Februar 2016 rund 40 Prozent weniger als vor einem Jahr. Aber die Flugpreise sind kaum gesunken. Foto: Andreas Gebert

Die Fluggastzahlen in Deutschland steigen, immer mehr Verbindungen werden angeboten. Die Fluggesellschaften werben mit immer neuen Sonderangeboten, doch wirklich billig ist längst nicht jeder Flug. Dabei ist in den vergangenen Monaten der Kerosinpreis deutlich gefallen.

 

Wie haben sich die Preise für Kerosin entwickelt? Dem Airlineverband IATA zufolge kostete das Kerosin Anfang Februar 2016 rund 40 Prozent weniger als vor einem Jahr.

mehr lesen

Russland erwägt Öl-Fördergrenze von 1,3 Millionen Barrel pro Tag

Ölförderung in Russland: Im Kampf gegen sinkende Ölpreise erwägen Russland und die Opec, die Förderung auf 1,3 Millionen Barrel pro Tag zu begrenzen. Foto: Yuri Kochetkov/Archiv
Ölförderung in Russland: Im Kampf gegen sinkende Ölpreise erwägen Russland und die Opec, die Förderung auf 1,3 Millionen Barrel pro Tag zu begrenzen. Foto: Yuri Kochetkov/Archiv

Moskau (dpa) - Im Kampf gegen sinkende Ölpreise erwägen Russland und das Ölkartell Opec, die Förderung auf 1,3 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag zu begrenzen. Darüber habe er bei seinem Treffen mit den Ölministern aus Saudi-Arabien, Katar und Venezuela Anfang der Woche beraten, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak dem Fernsehsender Rossija 1. Nach dem Treffen vom Dienstag war zunächst bekannt geworden, dass die vier großen Ölproduzenten planten, die Produktion auf dem Niveau vom Januar einzufrieren.

mehr lesen

RWE streicht Großteil der Dividende

Hauptsächlich haben hohe Abschreibungen auf konventionelle Kraftwerke RWE in die roten Zahlen gerissen. Foto: Marcel Kusch
Hauptsächlich haben hohe Abschreibungen auf konventionelle Kraftwerke RWE in die roten Zahlen gerissen. Foto: Marcel Kusch

Der schwer gebeutelte Energiekonzern RWE greift zu weiteren schmerzhaften Mitteln. Nach einem Verlust im vergangenen Jahr will der Vorstand den Großteil der Dividende streichen, wie das Unternehmen in Essen mitteilte. Zudem kündigte RWE nun an, das laufende Sparprogramm im Konzern noch einmal zu verschärfen. 2016 rechnet der Vorstand mit weiteren Ergebnisrückgängen. «Wir wissen, dass wir mit der heutigen Entscheidung viele Aktionäre enttäuschen. Sie ist jedoch notwendig, um unser Unternehmen zu stärken», erklärte Vorstandschef Peter Terium laut Mitteilung.

mehr lesen

Zehn Jahre offener Gasmarkt - nur wenige Kunden wechseln

Seit der Liberalisierung des deutschen Gasmarktes ist die Anzahl der Anbieter auf 900 angestiegen. Auch die Preisunterschiede haben sich vervielfacht. Foto: Patrick Pleul
Seit der Liberalisierung des deutschen Gasmarktes ist die Anzahl der Anbieter auf 900 angestiegen. Auch die Preisunterschiede haben sich vervielfacht. Foto: Patrick Pleul

Bonn (dpa) - Vor zehn Jahren packte das Bundeskartellamt die Keule gegen die deutschen Gasversorger aus: Nach drastischen Preiserhöhungen bestehe der Verdacht des Marktmissbrauchs, schrieb die Behörde im Februar 2006 an sieben Große der Branche. Die Unternehmen mussten den Verbrauchern zum 1. April 2006 die Möglichkeit zum Anbieter-wechsel einräumen, die bis dahin außer bei Umzügen praktisch nicht bestanden hatte. Die Liberalisierung des deutschen Gasmarktes hatte begonnen. Zehn Jahre danach ist der Markt deutlich gewachsen, es gibt inzwischen über 900 Gasanbieter.

mehr lesen

Weitere Versorger erhöhen Strompreise - Berlin und Hamburg teurer

Strom wird unter anderem für viele Berliner und Hamburger teuerer. Foto: Ralf Hirschberger
Strom wird unter anderem für viele Berliner und Hamburger teuerer. Foto: Ralf Hirschberger

Berlin/Hamburg (dpa) - Zahlreiche weitere Energieversorger in Deutschland heben die Strompreise an. Seit Jahresbeginn haben 205 der insgesamt 800 Unternehmen ihre Preise erhöht oder Preiserhöhungen angekündigt, wie das Tarifvergleichsportal Verivox am Donnerstag auf Grundlage aktueller Zahlen auf dpa-Anfrage mitteilte. Die Preise steigen demnach um durchschnittlich knapp 3 Prozent. Betroffen sind Millionen von Haushalten. Allerdings gab es zugleich auch 69 Versorger, welche die Preise senkten - im Schnitt um 2,4 Prozent.

mehr lesen

Ölriese BP: Energieverbrauch zieht langfristig stark an

Die Welt wird nach Einschätzung des britischen Rohstoffriesen BP in 20 Jahren rund ein Drittel mehr Energie verbrauchen als heute. Foto: Bernd Thissen/Archiv
Die Welt wird nach Einschätzung des britischen Rohstoffriesen BP in 20 Jahren rund ein Drittel mehr Energie verbrauchen als heute. Foto: Bernd Thissen/Archiv

Die Welt wird nach Einschätzung des britischen Rohstoffriesen BP in 20 Jahren rund ein Drittel mehr Energie verbrauchen als heute. Das entspreche einem jährlichen Anstieg von rund 1,4 Prozent, sagt der Ölmulti in einer Studie voraus. Man dürfe sich durch den derzeitigen Preisverfall beim Erdöl nicht beirren lassen, meinte BP-Chef Bob Dudley. «Es ist nicht nur wichtig, sich an die gegenwärtig harten Bedingungen anzupassen, sondern sich auch auf die nächste Serie von Herausforderungen vorzubereiten», erklärte er mit Blick auf den aus Sicht des Konzerns langfristig steigenden Bedarf.

mehr lesen

Ölpreisverfall setzt Rohstoff-Multis massiv unter Druck

Alle Ölkonzerne stehen derzeit wegen des Ölpreisverfalls unter hohem Druck; auch BP, ExxonMobil oder Chevron macht die Schwemme des wichtigen Rohstoffes zu schaffen. Foto: Daniel Bockwoldt
Alle Ölkonzerne stehen derzeit wegen des Ölpreisverfalls unter hohem Druck; auch BP, ExxonMobil oder Chevron macht die Schwemme des wichtigen Rohstoffes zu schaffen. Foto: Daniel Bockwoldt

Die abgestürzten Ölpreise dezimieren die Gewinne der Rohstoffkonzerne und zwingen die Unternehmen zu einem radikalen Sparkurs. Alle internationalen Ölmultis, die bislang ihre Bilanzen für 2015 vorgelegt haben, kündigten dabei weitere Einschnitte an. Der Internationale Währungsfonds (IWF) bot indes Förderstaaten, die vom Preisverfall betroffen sind, seine Hilfe an. «Der IWF steht offen für alle Mitglieder», sagte IWF-Chefin Christine Lagarde. 

mehr lesen

EU-Kommission will sich Gas-Lieferverträge vorlegen lassen

Gas-Pipeline in Russland: Die EU-Kommission will sich Gas-Lieferverträge vorlegen lassen. Foto: Maxim Shipenkov
Gas-Pipeline in Russland: Die EU-Kommission will sich Gas-Lieferverträge vorlegen lassen. Foto: Maxim Shipenkov

Brüssel (dpa) - Brüssel will die EU gegenüber ihrem mächtigen Gaslieferanten Russland stärken. Dazu soll die EU-Kommission Einblick in kommerzielle Verträge zwischen ausländischen Energielieferanten und ihren europäischen Geschäftspartnern bekommen, fordert EU-Energiekommissar Miguel Arias Cañete. «Eine Lektion, die wir gelernt haben, ist, dass kommerzielle Gaslieferverträge nicht transparent genug sind, um Vorkehrungen zu treffen», erläuterte er am Mittwochabend in Brüssel mit Blick auf eine Untersuchung aus dem Jahr 2014. Künftig sollen die Staaten sich bei Engpässen auch stärker aushelfen.

mehr lesen

Wenig Hoffnung für Verbraucher: Strom- und Gaspreise vor BGH

Bis zu welchem Punkt darf der Versorger gestiegene Bezugskosten an die Kunden weitergeben, wann ist Schluss? Foto: Patrick Pleul
Bis zu welchem Punkt darf der Versorger gestiegene Bezugskosten an die Kunden weitergeben, wann ist Schluss? Foto: Patrick Pleul

Schon wieder eine Nachzahlung, schon wieder ein höherer Abschlag? Die Strom- oder Gasrechnung zum Jahresende öffnen viele Verbraucher mit einem mulmigen Gefühl. Ob der Versorger zu kräftig zugelangt hat, klärt in zwei Fällen der Bundesgerichtshof (BGH). Verbraucherschützer erwarten sich aber nicht viel. Worum geht es? Um zwei Verfahren, die die Karlsruher Richter schon seit Jahren beschäftigen. Denn die hatten 2011 erst einmal den Europäischen Gerichtshof eingeschaltet. Dessen Urteil aus dem Oktober 2014 weckte große Hoffnungen:

mehr lesen

Sozialer Kohleausstieg möglich, aber Staat muss helfen

Seit dem Klimagipfel von Paris wird die Kritik an Kohlekraftwerken immer lauter. Die Bundesregierung will bei einem Runden Tisch über mehr Tempo beim Kohleausstieg diskutieren. Foto: Oliver Berg/Archiv
Seit dem Klimagipfel von Paris wird die Kritik an Kohlekraftwerken immer lauter. Die Bundesregierung will bei einem Runden Tisch über mehr Tempo beim Kohleausstieg diskutieren. Foto: Oliver Berg/Archiv

Ein Ausstieg aus der deutschen Braun- und Steinkohleverstromung wäre nach Auffassung der Gewerkschaft Verdi verteilt über Jahrzehnte ohne betriebsbedingte Kündigungen machbar. Der Staat müsste dabei aber in erheblichem Umfang finanziell helfen. «Wir müssen für Abfindungen, Vorruhestandsgelder und Umschulungen eine Menge Geld in die Hand nehmen», sagte Verdi-Energiefachmann Reinhard Klopfleisch der Deutschen Presse-Agentur. «Das kann eine Milliarde oder mehr werden, aber es geht», betonte der Gewerkschafter.

mehr lesen

Ölpreise kräftig gestiegen

Ölpumpen in Kalifornien. Nun scheint sich der Ölpreis etwas gefangen zu haben - die große Wende ist das aber wohl noch nicht. Foto: Sean Masterson
Ölpumpen in Kalifornien. Nun scheint sich der Ölpreis etwas gefangen zu haben - die große Wende ist das aber wohl noch nicht. Foto: Sean Masterson

Die Ölpreise sind am Freitag nach der rasanten Talfahrt der vergangenen Tage kräftig gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur März-Lieferung kostete am frühen Abend 31,57 US-Dollar und damit 2,32 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um 2,11 Dollar auf 31,64 Dollar. Im Verlauf der Woche hatten die Ölpreise mit deutlich unter 30 Dollar den tiefsten Stand seit 2003 erreicht. Der Preisanstieg beim Rohöl läuft bereits seit Donnerstag. Er ist der stärkste binnen zwei Tagen seit August.

mehr lesen

Trotz Preissturz an den Zapfsäulen Sprit nicht auf Vorrat horten

Sich beim Tankstopp einen zusätzlichen Treibstoffvorrat anzulegen, lohnt sich trotz aktuell niedriger Spritpreise nicht und birgt auch Risiken. Foto: Markus Scholz
Sich beim Tankstopp einen zusätzlichen Treibstoffvorrat anzulegen, lohnt sich trotz aktuell niedriger Spritpreise nicht und birgt auch Risiken. Foto: Markus Scholz

Der Preis für Rohöl sinkt immer weiter. Autofahrer freut das. Mancher Sparfuchs am Lenkrad überlegt nun vielleicht, bei diesen Preisen einen Vorrat anzulegen - für die Zeit, wenn der Preis wieder steigt. Davon rät der Autoclub ADAC aber entschieden ab. Erstmal sei nicht abzusehen, dass die Preise in naher Zukunft schnell steigen, sagt Andreas Hölzel vom ADAC. «Sie werden eher auf dem Niveau bleiben.» Oder sogar sinken, angesichts weiter sinkender Ölpreise. Der zweite Grund, der gegen das Horten spricht, sei die Sicherheit.

mehr lesen

Rekordkosten bei Kampf gegen Stromnetz-Blackout

Stromleitungen bei Wewelsfleth in Schleswig-Holstein. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv
Stromleitungen bei Wewelsfleth in Schleswig-Holstein. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv

Bei der Energiewende haben Maßnahmen zur Abwehr eines Blackouts im vergangenen Jahr zu Rekordkosten von etwa einer Milliarde Euro geführt. Bezahlen müssen das die Verbraucher über steigende Netzentgelte, die Teil der Stromrechnung sind. «Die Anspannung im Netz steigt – und das schneller als erwartet», sagte Tennet-Geschäftsführer Urban Keussen am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. «Die Kosten für Maßnahmen, die das Stromnetz stabilisieren, haben bereits 2015 die Milliardengrenze geknackt.»

 

mehr lesen

Dieselpreis an manchen Zapfsäulen unter 90 Cent

Unterschiedliche Preise: In Hannover etwa lag am Mittwoch der Dieselpreis an einigen Tankstellen bei 93 Cent, an anderen bei knapp 1,02 Euro. Foto: Hendrik Schmidt
Unterschiedliche Preise: In Hannover etwa lag am Mittwoch der Dieselpreis an einigen Tankstellen bei 93 Cent, an anderen bei knapp 1,02 Euro. Foto: Hendrik Schmidt

Die fallenden Ölpreise drücken weiter auch auf die Spritpreise. An einigen Tankstellen kostete am Mittwochmittag der Liter Diesel mit 0,899 Cent sogar weniger als 90 Cent, wie aus den Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe des Bundeskartellamts hervorgeht. In vielen Orten mussten Autofahrer oft nur wenig mehr als 90 Cent für einen Liter Diesel bezahlen. Das liegt daran, dass es keinen einheitlichen Preis für Kraftstoffe gibt. Die Preise schwanken nicht nur abhängig vom Wochentag oder der Region massiv, sie unterscheiden sich auch von Tankstelle zu Tankstelle.

mehr lesen

Ölpreise fallen in Richtung 30 Dollar

Die Talfahrt am Ölmarkt geht weiter. Die Weltmarktpreise für Rohöl ihren Sinkflug der vergangenen Tage fort und fielen in Richtung der Marke von 30 US-Dollar. Foto: Larry W. Smith
Die Talfahrt am Ölmarkt geht weiter. Die Weltmarktpreise für Rohöl ihren Sinkflug der vergangenen Tage fort und fielen in Richtung der Marke von 30 US-Dollar. Foto: Larry W. Smith

Die Talfahrt am Ölmarkt geht weiter. Die Weltmarktpreise für Rohöl ihren Sinkflug der vergangenen Tage fort und fielen in Richtung der Marke von 30 US-Dollar. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar kostete am Abend 30,61 Dollar und damit 94 Cent weniger als am Vortag. Im Tagestief waren es mit 30,43 Dollar noch etwas weniger. Die amerikanische Ölsorte WTI fiel am Dienstag bis auf 30,10 Dollar. Das war mehr als ein Dollar weniger als am Montag. Der Druck auf US-Rohöl ist zurzeit besonders hoch, weil die Angebotsschwemme in den USA sehr groß ist.

mehr lesen

Trotz niedriger Preise: Mehr Öl aus der Nordsee

Eine Ölplattform in der Nordsee. Foto: epa/Statoil Hydro
Eine Ölplattform in der Nordsee. Foto: epa/Statoil Hydro

Die Produktion von Öl und Gas im britischen Teil der Nordsee ist im vergangenen Jahr um sieben bis acht Prozent gestiegen. Das sei der erste Anstieg seit 15 Jahren, teilte der Industrieverband Oil&Gas UK in London mit. Die Ölförderung aus der Nordsee ist seit vielen Jahren rückläufig, weil die Felder ihr Fördermaximum überschritten haben. Mit der erwarteten Steigerung für 2015 würden die Unternehmen ungefähr 590 Millionen Barrel (159 Liter) fördern; das ist deutlich weniger als die Hälfte wie zu den Hochzeiten der Nordsee-Förderung in den 90er Jahren.

mehr lesen

Untersuchung: Mängel beim Energielabel für Elektrogeräte

Das Energieeffizienzlabel der EU trägt eine farbige Skala, die verdeutlichen soll, wie gut das Gerät mit Strom umgeht. Foto: Andrea Warnecke
Das Energieeffizienzlabel der EU trägt eine farbige Skala, die verdeutlichen soll, wie gut das Gerät mit Strom umgeht. Foto: Andrea Warnecke

Eigentlich müssen Elektrogeräte wie Wasch-maschine, Kühlschrank und Fernseher ein Energielabel tragen. Aber viele Einzel- und Onlinehändler zeichnen die Geräte in ihrem Sortiment nicht oder nicht richtig aus. Das ergab ein Marktcheck von gut 10 000 Haushaltsgeräten durch den Verbraucher-zentrale Bundesverband und den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in 40 Geschäften on- und offline. Die Label waren zum Beispiel falsch angebracht oder enthielten fehlerhafte Informationen. Besonders betroffen waren Fernseher - und zwar jedes vierte Gerät im Test.

mehr lesen

Günstig Tanken und Heizen: Kein Ende der Mini-Inflation

Draußen die kalte Schneedecke, drinnen arbeiten die Heizungen. Foto: Jan Woitas
Draußen die kalte Schneedecke, drinnen arbeiten die Heizungen. Foto: Jan Woitas

An der Mini-Inflation dürfte sich nur allmählich etwas ändern. Konsumenten wie Verbraucher profitieren somit zunächst weiterhin von niedrigen Energiepreisen. Doch Währungshüter betrachten die Entwicklung mit Sorge.

 

Wie haben sich die Verbraucherpreise zuletzt entwickelt? Im November zog die Inflation in Deutschland aufgrund schneller steigender Preise für Nahrungsmittel auf niedrigem Niveau etwas an. Die Jahresteuerung erhöhte sich auf 0,4 Prozent nach 0,3 Prozent im Oktober.

mehr lesen

Ausbau der Windenergie erlebt 2015 Flaute

Solaranlage und Windräder im schleswig-holsteinischen Büttel: 2015 geht für erneuerbare Energien in Deutschland als ein Jahr der Ernüchterung in die Geschichte ein. Foto: Christian Charisius/Archiv
Solaranlage und Windräder im schleswig-holsteinischen Büttel: 2015 geht für erneuerbare Energien in Deutschland als ein Jahr der Ernüchterung in die Geschichte ein. Foto: Christian Charisius/Archiv

Nach langem Aufwind nun die Flaute: 2015 geht für erneuerbare Energien als ein Jahr der Ernüchterung in die Geschichte ein. So fiel der Zuwachs bei Windenergie an Land - das ist die kostengünstigste aller «Erneuerbaren» - in Deutschland deutlich schwächer aus als im Vorjahr In den ersten drei Quartalen kamen 675 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1821 Megawatt hinzu, wie aus Angaben des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) hervorgeht. Der Zubau sei mit voraussichtlich 3600 Megawatt im Gesamtjahr 2015 weit unter dem Niveau des Vorjahres geblieben, als es 4750 Megawatt waren.

mehr lesen

Kartellbehörden: Niedrige Wechselbereitschaft stärkt Gasversorger

Eine Gasflamme auf einem Herd. Foto: Patrick Pleul/Illustration
Eine Gasflamme auf einem Herd. Foto: Patrick Pleul/Illustration

Mit ihrer niedrigen Bereitschaft zum Anbieterwechsel stärken Gaskunden nach Ansicht der Kartellbehörden die Versorger und geben ihre eigene Marktmacht auf. «Druck auf die Versorger entsteht, wenn die Menschen sich Gedanken über einen Wechsel machen und beispielsweise bei ihrem Versorger nach einem günstigeren Tarif fragen», sagte der Vorsitzende der Monopolkommission, Daniel Zimmer, der «Welt am Sonntag». «Wenn das viele tun, werden die Unternehmen reagieren.»

 

mehr lesen

Industrie warnt vor übertriebenen Kohleausstiegsplänen

Bis Mitte des Jahrhunderts soll auf Kohle, Öl und Gas als Energieträger verzichtet werden. Foto: Patrick Pleul
Bis Mitte des Jahrhunderts soll auf Kohle, Öl und Gas als Energieträger verzichtet werden. Foto: Patrick Pleul

Berlin (dpa) - Nach der Einigung auf das Pariser Klimaabkommen hat die Industrie vor überzogenen Plänen zum Kohleausstieg bis Mitte des Jahrhunderts in Deutschland gewarnt. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, hält den von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) angekündigten Klimaschutz-plan 2050 für übertrieben. Auch in den nächsten Jahrzehnten würden Kohle und Gas wohl benötigt. «Wir müssen aufpassen, dass wir nicht vom Vorreiter zum Einsiedler werden», sagte Grillo der Deutschen Presse-Agentur.

mehr lesen

Energielabel gilt ab 2016 auch für Lüftungsanlagen

Das Energieeffizienzlabel der EU trägt eine farbige Skala, die verdeutlichen soll, wie gut das Gerät mit Strom umgeht. Foto: Andrea Warnecke
Das Energieeffizienzlabel der EU trägt eine farbige Skala, die verdeutlichen soll, wie gut das Gerät mit Strom umgeht. Foto: Andrea Warnecke

Düsseldorf (dpa/tmn) - Immer mehr Geräte bekommen ein Energieeffizienzlabel - zu erkennen an der bunten Skala von Rot bis Grün. Ab 1. Januar 2016 folgen nun auch die Lüftungsanlagen für Wohnungen. Sie können in Klassen von A+ bis G eingeteilt werden - und zwar anhand der Menge an Energie, die eine Anlage theoretisch gegenüber einer Lüftung mit geöffneten Fenstern einspart, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Der Wärmeverlust, den das Öffnen der Fenster bewirken würde, wird mit dem Stromverbrauch der Geräte aufgerechnet, bei denen Fenster nicht geöffnet werden müssen.

mehr lesen

Strompreis steigt wieder

An einem Stromzähler werden die verbrauchten Kilowattstunden eines privaten Abnehmers angezeigt. Foto: Jens Wolf/Illustration
An einem Stromzähler werden die verbrauchten Kilowattstunden eines privaten Abnehmers angezeigt. Foto: Jens Wolf/Illustration

Viele Stromkunden müssen 2016 wieder tiefer in die Tasche greifen. Ihre Versorger erhöhen die Preise Anfang des Jahres im Schnitt um knapp drei Prozent. Das bringt für einen Durchschnitts-Vier-Personen-Haushalt Mehrkosten von 30 bis 40 Euro im Jahr. Gas wird dagegen weiter günstiger - aber nur moderat und bisher erst bei weniger als einem Drittel der Versorger. «Die erhoffte Welle von Gaspreissenkungen ist bisher ausgeblieben», kritisiert der Geschäftsführer Energie beim Preisvergleichsportal Check24, Oliver Bohr. Sinkende Großhandelspreise würden von den Unternehmen offensichtlich nicht in vollem Umfang weitergegeben.

mehr lesen

Studie: Gasversorger kassieren zu viel

Energiefachmann Sieverding: «Die Versorger, die jetzt ihre Gaspreise nicht senken, müssen das sehr gut begründen». Foto: Malte Christians
Energiefachmann Sieverding: «Die Versorger, die jetzt ihre Gaspreise nicht senken, müssen das sehr gut begründen». Foto: Malte Christians

Viele deutsche Gasversorger lassen ihre Kunden einer Studie zufolge nicht ausreichend an den stark gefallenen Beschaffungspreisen an den Weltmärkten teilhaben. Sie hätten dadurch 2015 insgesamt 1,3 Milliarden Euro extra eingenommen, heißt es in einer Untersuchung des Hamburger Energiefachmanns Steffen Bukold im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion. Den Verbrauchern seien im Schnitt 132 Euro Ersparnis pro Jahr für den Durchschnittshaushalt entgangen. Für 2016 hätten die Versorger zwar etwas breitere Preissenkungen angekündigt.

mehr lesen

Ölpreise sinken weiter

Gestapelte Ölfässer. Öl aus der Nordsee war am Montag so billig wie seit elf Jahren nicht mehr. Foto: Kay Nietfeld/Archiv
Gestapelte Ölfässer. Öl aus der Nordsee war am Montag so billig wie seit elf Jahren nicht mehr. Foto: Kay Nietfeld/Archiv

Der massive Verfall der Ölpreise beschleunigt sich und dürfte auch die Kosten für Sprit und Heizöl weiter niedrig halten. Nachdem sie schon Anfang Dezember nach einem Ministertreffen des Opec-Kartells erneut abgerutscht waren, gingen die Preise für das «schwarze Gold» kurz vor Weihnachten nun noch deutlicher in den Keller. Eine Trendwende ist laut Experten nicht in Sicht. Öl aus der Nordsee war so billig wie seit elf Jahren nicht mehr. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent zur Lieferung im Februar kostete zwischenzeitlich 36,17 US-Dollar - seit 2004 war es nicht so günstig gewesen.

mehr lesen

Bericht: Stromverbrauch bei vielen Lampen geschönt

Der Stromverbrauch und die Leistung von Lampen weicht häufig von den Angaben auf der Verpackung ab. Foto: Jan Woitas
Der Stromverbrauch und die Leistung von Lampen weicht häufig von den Angaben auf der Verpackung ab. Foto: Jan Woitas

Viele Lampen verbrauchen einem Zeitungs-bericht zufolge deutlich mehr Strom und liefern weniger Licht als auf der Packung steht. Die EU-Kommission bestätigte am Donnerstag in Brüssel, dass das Problem seit Jahren bekannt sei und man teils bereits Gegenmaßnahmen getroffen habe. Die «Süddeutsche Zeitung» (Donnerstag) sprach von einem Schlupfloch, das für alle Typen von Haushalts-Leuchten, Halogen- genauso wie Energiespar- oder LED-Lampen gelte.

mehr lesen