Suche nach Flugschreiber der Egyptair-Maschine geht weiter

Ägyptische Militärflugzeuge suchen über dem Mittelmeer nach Spuren des abgestürzten Airbus. Foto: Ägyptisches Verteidigungsministerium
Ägyptische Militärflugzeuge suchen über dem Mittelmeer nach Spuren des abgestürzten Airbus. Foto: Ägyptisches Verteidigungsministerium

Auch drei Tage nach dem mysteriösen Absturz der Egyptair-Maschine über dem Mittelmeer läuft die Suche nach den Flugschreibern weiter. Weder der Flugdatenschreiber noch der Stimmen-rekorder seien bislang gefunden worden, hieß es am Samstag aus dem ägyptischen Luftfahrtministerium. Von ihnen erhoffen sich die Behörden Aufschluss über die Absturzursache. Neue Erkenntnisse haben ergeben, dass an Bord des Fluges MS804 unmittelbar vor dem Absturz ein Rauchalarm ausgelöst wurde.

Die Absturzursache sei aber nach wie vor unbekannt, sagte Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault.

 

Vor dem Absturz der Passagiermaschine habe das ACARS-System des Flugzeugs eine Rauchmeldung gesendet, hieß es von der französischen Behörde für Sicherheit der zivilen Luftfahrt BEA. ACARS ist ein digitales Datenfunksystem zur Übermittlung von automatischen Nachrichten zwischen Flugzeugen und Bodenstationen. Ein Rückschluss auf die Ursache des Unfalls ist der BEA zufolge damit nicht möglich. Es werde weiterhin in alle Richtungen ermittelt und keine Möglichkeit ausgeschlossen, sagte Ayrault.

 

Die Suche nach weiteren Trümmerteilen wird am Sonntag fortgesetzt. Ägypten wird dabei von Griechenland und Frankreich unterstützt.

 

Die Egyptair-Maschine war am frühen Donnerstagmorgen mit 66 Menschen an Bord auf dem Weg von Paris nach Kairo über dem östlichen Mittelmeer abgestürzt. Suchmannschaften des ägyptischen Militärs bargen am Freitag und Samstag Trümmerteile. Auch Körperteile und persönliche Gegenstände wurden rund 290 Kilometer nördlich der ägyptischen Küstenstadt Alexandria gefunden.

 

Ayrault sowie der der ägyptische Luftfahrtminister Scherif Fathi und die Ministerin für soziale Solidarität, Ghada Wali, trafen am Samstag in Paris und Kairo Angehörige der Opfer. Die Fluggesellschaft Egyptair betreut nach eigenen Angaben weiterhin die Familien und hat einen internationalen Experten hinzugeholt. Die Angehörigen seien darüber informiert worden, dass die Identifikation der Opfer anhand von DNS mehrere Wochen dauern könne. An Bord der Maschine waren vorwiegend Ägypter und Franzosen; Deutsche saßen nicht in dem Airbus A320. (DPA)