Handwerk fordert weniger Bürokratie von Landesregierung

Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Foto: Franziska Kraufmann/Archiv
Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Foto: Franziska Kraufmann/Archiv

Stuttgart (dpa/lsw) - Kein Zwang zur Dachbegrünung, weniger Dokumentations-pflichten bei Mindestlohn und Förderprogrammen - das Handwerk im Südwesten stellt konkrete Forderungen an das Wirtschaftsministerium zum Bürokratie. «Der Handwerker geht raus auf die Baustelle, Büroarbeit kommt erst an zweiter Stelle und kann meist nur nebenher erledigt werden», sagt Handwerkspräsident Rainer Reichhold am Dienstag in Stuttgart.

Der Handwerkstag hat deshalb ein 15-Punkte-Programm zum Bürokratieabbau an Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut geschickt.

 

So fordert das Handwerk unter anderem eine schnelle Regelung, nach der wie auf Bundesebene keine zusätzlichen Verwaltungsvorschriften geschaffen werden. Den Plan hat die grün-schwarze Landesregierung zwar bereits gefasst: «Für jede neue Vorschrift streichen wir mindestens eine alte», verspricht sie im Koalitionsvertrag. Das geht dem Handwerk aber nicht weit genug: «Das Land muss eine erweiterte One-In-One-Out-Regel einführen, die sich nicht nur auf Verwaltungsvorschriften, sondern auf alle Regelungen bezieht.»

 

Darüber hinaus sieht der Handwerkstag vor allem Verbesserungsbedarf bei der Vergabe von Aufträgen. So sollten nach dem Willen der Handwerker die Gesetze zu Mindestlohn und Tariftreue auf Landesebene abgeschafft und die Landesbauordnung von Pflichten wie Fahrradstellplätzen oder der Dachbegrünung befreit werden. (DPA/LSW)