Bosch AS verlagert Pumpenfertigung nach Berlin

Bosch stellt 650 Millionen Euro wegen rechtlicher Risiken zurück. Foto: Daniel Naupold/Archiv
Bosch stellt 650 Millionen Euro wegen rechtlicher Risiken zurück. Foto: Daniel Naupold/Archiv

Die Chefetage der Lenktechnik-Firma Bosch AS und Arbeitnehmer haben ihren Streit um die Umstrukturierung des Standorts Bietigheim beigelegt. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, stimmten Mitglieder der IG Metall und der Betriebsrat einer Vereinbarung zu, wodurch die Hydraulikpumpen-Herstellung nach Berlin verlagert werden kann. Dort sind die Kosten niedriger. Die Belegschaft sinkt von etwa 480 auf rund 300 Mitarbeiter.

Mit der Umstrukturierung werde der Standort wieder wettbewerbsfähig aufgestellt, sagte Bosch-AS-Chef Christian Sobottka.

 

Betriebsbedingte Kündigungen werden bis Ende 2021 ausgeschlossen. Die Belegschaft soll durch Regelungen zum Vorruhestand und zur Altersteilzeit sowie durch Wechsel an andere Werke verringert werden. Elektrolenkungen werden den Angaben zufolge künftig weiter in Bietigheim hergestellt. Zudem will die Firma neue Bereiche zum automatisierten Fahren und zur «Nachserienversorung» aufbauen, also zum Beispiel dem Ersatzteil-Einbau.

 

Das frühere ZF Lenksysteme war Anfang 2015 komplett von Bosch übernommen worden. Bosch Automotive Steering (AS) hat 14 500 Mitarbeiter, davon etwa 6000 in Deutschland. (DPA/LSW)