Daimler zieht Schlussstrich unter Tesla-Episode

Mitarbeiter der Deutsche ACCUmotive arbeitet an einer Zelle für eine Smart III-Batterie vom Typ E18-1/W451. Foto: Arno Burgi
Mitarbeiter der Deutsche ACCUmotive arbeitet an einer Zelle für eine Smart III-Batterie vom Typ E18-1/W451. Foto: Arno Burgi

Der Autobauer Daimler und der Elektroauto-Pionier Tesla gehen künftig komplett getrennte Wege. Rund eineinhalb Jahre nachdem die Stuttgarter ihre letzten Tesla-Aktien verkauft hatten, laufen jetzt auch die Kooperationen aus.

Bei der nächsten Generation der elektrischen B-Klasse arbeitet Daimler nicht mehr mit dem US-Unternehmen zusammen. «Wir haben ein hervorragendes Projekt mit Tesla und arbeiten sehr gut mit den Kollegen zusammen.

Folgeprojekte sind aber derzeit nicht geplant, weil wir uns in Zukunft hervorragend selbst versorgen können», sagte Harald Kröger, Entwicklungschef für Elektrofahrzeuge bei Mercedes, der Branchen- und Wirtschaftszeitung «Automobilwoche». Er bestätigte damit bereits seit einiger Zeit zirkulierende Spekulationen.

 

Bisher liefert der US-Autobauer, der die traditionellen Hersteller mit innovativen Autos unter Druck setzt, für die B-Klasse Batterie und Antriebsstrang. Daimler hatte in der vergangenen Woche bei der Automobilausstellung in Genf angekündigt, bei der Tochter Accumotive im sächsischen Kamenz rund 500 Millionen Euro zu investieren und eine zweite Batteriefabrik zu bauen.

 

Die Schwaben hatten sich 2009 mit rund 9 Prozent an Tesla beteiligt und sich kurz danach wieder von Teilen des Pakets getrennt. Im Herbst 2014 verkauften die Deutschen dann die restlichen Anteile. (DPA)