Riesenlaster-Test bald in 13 Bundesländern

Befürworter argumentieren, dass bei geeigneter Fracht zwei Lang-Lkws bis zu drei herkömmliche Lastwagen ersetzen könnten. Foto: Marijan Murat/Archiv
Befürworter argumentieren, dass bei geeigneter Fracht zwei Lang-Lkws bis zu drei herkömmliche Lastwagen ersetzen könnten. Foto: Marijan Murat/Archiv

Der Test mit umstrittenen Riesenlastern auf dem deutschen Straßennetz wird erneut ausgeweitet. Als 13. Bundesland hat Brandenburg Strecken angemeldet, wie das Bundesverkehrsministerium am Freitag bestätigte. Zuerst berichtete das Magazin «Der Spiegel» darüber. Eine entsprechende Verordnung soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Ministeriums-kreisen im Frühjahr veröffentlicht werden. An dem noch bis Ende dieses Jahres laufenden Test beteiligen sich inzwischen 51 Unternehmen mit 135 Lang-Lkws, die 25,25 Meter messen dürfen - also 6,50 Meter mehr als sonst zulässig.

 

Das erlaubte Streckennetz ist mittlerweile mehr als 10 000 Kilometer lang, überwiegend auf Autobahnen. Weiterhin nicht am Test beteiligen sich Berlin, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat bereits prinzipiell signalisiert, dass Lang-Lkws nach dem Test in einen Regelbetrieb gehen sollten. Der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Martin Burkert (SPD), hatte sich dagegen ausgesprochen.

 

Befürworter argumentieren, dass bei geeigneter Fracht zwei Lang-Lkws bis zu drei herkömmliche Lastwagen ersetzen könnten. Dies spare Sprit und entlaste die Straßen. Kritiker sehen die Verkehrssicherheit durch die überlangen Transporter gefährdet und warnen, Güterverkehr könnte von der Schiene auf die Straßen verlagert werden. (DPA)