Selbstgebastelt - So gelingt der Adventskranz

Zeit fürs Basteln: Viele Kreative verzieren ihren Adventskranz selbst. Foto: Franziska Gabbert
Zeit fürs Basteln: Viele Kreative verzieren ihren Adventskranz selbst. Foto: Franziska Gabbert

Allen Ideen der Bastelbranche zum Trotz - wenn es um den Adventskranz geht, bleiben die Deutschen traditionell: «Der runde Advents-kranz ist und bleibt die Nummer eins», sagt Gerlinde Karg, Geschäftsführerin der Initiative Hobby-Kreativ. Auf den Adventskranz verzichten wollen die Deutschen in der Adventszeit nicht: «Die Menschen sehnen sich bei aller Modernität und Fortschrittsorientierung gerade beim Weihnachtsfest nach Tradition, bestehenden Werten, nach Heimeligkeit und Wärme», sagt die Fachbuchautorin Daniela Pahl.

«Da gehört der Adventskranz einfach dazu.» So fertigt man ihn selbst an:


Der Rohling: Die Basis des Kranzes bildet meist ein Rohling aus Stroh oder Styropor. Alternativ lässt sich dieser mit Zweigen von der biegsamen Trauerweide und Draht selber binden, erläutert Karg. Wer es ohne Schnickschnack mag, bestückt diesen Rohling pur nur mit Kerzen.


Der Mantel: Tannenzweige sind der Klassiker über dem Rohling. Nicola Fink vom Fachverband Deutscher Floristen rät zu Silber- oder Blautanne. «Beide eignen sich hervorragend, weil sie so gut wie gar nicht nadeln.» Die Blautanne piekt jedoch etwas mehr. Befestigt werden die Zweige mit zu Klammern gebogenen kleinen Drahtstücken. Diese sollte man im Kranz nicht mehr sehen. «Es erfordert etwas Geschick, eine geschlossene, runde Form ohne Lücken hinzubekommen, ist mit etwas Übung aber kein Problem.»


Oder man klebt die runden Kieferzapfen dicht nebeneinander auf den ganzen Rohling, rät Karg. Wichtig: Die Zapfen müssen vollständig trocken sein, denn feuchte schließen ihre Schuppen zum Schutz vor Regen. Wer es ungewöhnlicher mag, bedeckt den Rohling mit Filzstückchen, Holzplättchen oder kleinen Glaskugeln. Für Familien mit Kindern hat Pahl eine Idee: Einen Kranz aus Leckereien. «Hierbei werden Baisers oder Fruchtgummi mit Zuckerguss in Pralinenförmchen und diese wiederum auf den Kranz geklebt.»


Die Kerzen:In der Regel sind es natürlich vier Kerzen für die vier Adventssonntage. «Diese Zahl kann durchaus gedoppelt werden», schlägt Autorin Pahl vor. Auch müssen sie laut Karg nicht immer rundherum in gleichem Abstand angeordnet sein. «Asymmetrisch gesteckte Kränze sind sehr aktuell und geben dem Klassiker einen modernen Touch.» Eine Alternative sind längliche Gestecke, auf denen die Kerzen in einer Linie angeordnet sind. «Diese Form der Adventsdekoration fügt sich auf einem festlich gedeckten schmalen Tisch besser ein oder wirkt auch hervorragend auf Fensterbänken oder Kommoden», erklärt Karg.


Die Dekoration: Wer seinen Kranz ganz aus Kugeln gestaltet oder mit den Pralinenförmchen verziert, ist nun bereits fertig. Auf nur mit Zweigen bestückten oder mit Stoff bezogenen Kränzen ist noch Platz. Ein paar Ideen für die Deko in diesem Jahr: Pahl schlägt rote Zieräpfelchen oder gehäkelte Kristallsterne aus weißer Wolle vor. Fink würde zu Filzplättchen, vergoldeten Walnüssen, getrockneten Früchten, Zimtsternen oder Vanillestangen greifen. (DPA/TMN)


Literatur:

Daniela Pahl: Selbst gemachte Adventskränze - Kreative Bastelideen für Groß und Klein, Bloom's, 2015, 64 Seiten, 12,90 Euro, ISBN-13: 978-3945429884